Flüchtlinge im Mittelmeer | Bildquelle: dpa

Zahlen des UNHCR 220 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

Stand: 22.06.2018 00:13 Uhr

In den vergangenen drei Tagen sind im Mittelmeer etwa 220 Menschen ertrunken. Das berichtet das Flüchtlingshilfswerk der UN. Das UNHCR rief angesichts der Opferzahlen zu verstärkten Rettungsaktionen auf See auf.

Vor der Küste Libyens sind nach Erkenntnissen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in den vergangenen drei Tagen etwa 220 Menschen beim Versuch ertrunken, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die Organisation berief sich dabei am Donnerstag auf Berichte von Überlebenden. So hätten beim Kentern eines mit etwa 100 Menschen besetzten Bootes am Dienstag nur fünf überlebt.

Aufruf zu mehr Rettungsmaßnahmen

Am selben Tag sei ein Schlauchboot gesunken. Von den 130 Insassen seien 70 ertrunken. Am Mittwoch gerettete Insassen eines Bootes hätten berichtet, dass mehr als 50 Personen in dem Boot bei der Überfahrt ums Leben gekommen seien. Das UNHCR hat angesichts der Opferzahlen zu verstärkten internationalen Rettungsaktionen im Mittelmeer aufgerufen.

Zuletzt hatte Italien Schiffen mit Hunderten aus Seenot geretteten Flüchtlingen an Bord jedoch die Einfahrt in die Häfen des Landes verweigert. Die "Aquarius" beispielsweise musste nach mehrtägiger Irrfahrt den spanischen Hafen in Valencia anlaufen. Zivile Rettungsorganisationen kritisierten die Haltung der italienischen Regierung scharf.

Rettungsschiff "Aquarius" | Bildquelle: AFP
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Musste nach mehrtägiger Irrfahrt Valencia anlaufen: das Flüchtlingsschiff "Aquarius"

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Juni 2018 um 03:40 Uhr.

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