Flüchtlinge aus Syrien bei ihrer Ankunft in München | Bildquelle: dpa

Ausreise gestattet - Züge überfüllt Ungarn lässt Flüchtlinge durch

Stand: 31.08.2015 21:28 Uhr

Ungarns Polizei hat Hunderten Flüchtlingen überraschend erlaubt, per Bahn weiterzureisen. In der Folge hat das zu teils chaotischen Zuständen an der Grenze zu Österreich geführt. Züge wurden gestoppt, die Passagiere mussten stundenlang in der Hitze warten.

Ungarn hat überraschend Hunderte Flüchtlinge gen Westen ausreisen lassen, was an der Grenze zu Österreich zu massiven Problemen führte. Zunächst verzichtete die ungarische Polizei am Budapester Ostbahnhof auf ihre bisherigen Bahnsteigkontrollen, woraufhin Hunderte Flüchtlinge in Richtung der nach Wien und München fahrenden Züge eilten. Seit Tagen hatten sie - zusammen mit Tausenden weiteren Flüchtlingen - in provisorischen Lagern in Budapest ausgeharrt.

An der österreichischen Grenze wurden dann mindestens zwei Züge für Kontrollen gestoppt. Die bereits in Ungarn registrierten Flüchtlinge sollten nach Angaben der österreichischen Polizei nach Budapest zurückgeschickt werden. Die anderen dürften in Österreich um Asyl ersuchen. Diejenigen, die das nicht machten, könnten sich zwei Wochen lang frei in Österreich bewegen. Danach könnten sie jedoch in ihr letztes Transitland abgeschoben werden, so die Polizei. Gegen 17 Uhr - nach stundenlangem Warten in der Hitze - durften die Züge schließlich weiter gen Österreich fahren.

Züge aus Budapest erreichen Bayern
nachtmagazin 00:15, 01.09.2015, Alf Meier, BR

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Flüchtlinge erreichen Wien und München

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