Polizei am Grenzzaun zwischen Ungarn und Serbien | Bildquelle: AP

Ungarn stellt Grenzzaun fertig 175 Kilometer Stacheldraht

Stand: 30.08.2015 12:56 Uhr

Der neue Grenzzaun zwischen Ungarn und Serbien ist 175 Kilometer lang. Er wurde zwei Tage früher fertig als geplant. Budapest reagiert mit der Stacheldrahtsperre auf die hohe Zahl von Flüchtlingen, die durch Ungarn in Länder wie Deutschland und Österreich fliehen.

Der Grenzzaun zwischen Ungarn und Serbien ist zwei Tage früher fertig geworden als geplant. Mit der Stacheldrahtbarriere hofft die Regierung in Budapest den Ansturm von Flüchtlingen zu begrenzen.

Seit Jahresbeginn haben die Behörden 140.000 Menschen aufgegriffen, die durch Ungarn weiter nach Norden wollen. Allein am Samstag wurden 2700 Flüchtlinge gezählt. Die meisten von ihnen stammen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Kosovo sowie mehreren afrikanischen Staaten.

Ungarn stellt Grenzzaun zu Serbien fertig
tagesthemen 23:15 Uhr, 30.08.2015, Christian Limpert, ARD, zzt. Budapest

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Frankreichs Außenminister nennt Ungarns Verhalten "skandalös"

Frankreichs Außenminister Fabius kritisiert Ungarns Verhalten. Er sagte dem Sender Europe 1: "Europas Werte werden nicht respektiert, indem Zäune gebaut werden." Ungarns Verhalten sei "skandalös", die EU müsse dringend mit der Regierung in Budapest reden.

Neue Gesetze zur Flüchtlingspolitik geplant


Die jetzige Stacheldrahtbarriere ist ein erster Schritt. Die ungarische Regierung will bis Ende Oktober einen vier Meter hohen Maschendrahtzaun errichten lassen.

Flüchtlinge am Grenzzaun in Ungarn | Bildquelle: AFP
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Flüchtlinge am Grenzzaun in Ungarn (28.8.15)

Außerdem soll in der kommenden Woche ein Paket von Gesetzen verabschiedet werden. Unter anderem sollen Flüchtlinge künftig in einem 60 Meter breiten Grenzstreifen interniert werden. Außerdem sollen diejenigen, die den Zaun beschädigen, mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden.

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