Trump | Bildquelle: dpa

Trump spricht vor den UN Ziemlich beste Feinde

Stand: 18.09.2017 12:52 Uhr

Das Verhältnis zwischen den UN und den USA ist seit Amtsantritt von US-Präsident Trump gespannt. Nun spricht er erstmals selber vor den UN und leitet eine Sitzung - ausgerechnet zu den Reformen der Vereinten Nationen.

Von Georg Schwarte, ARD-Studio New York

Underperformer, also "Minderleister" auf Deutsch - dieses vom US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump geprägte Wort hängt seit November wie eine dunkle Wolke über dem Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Dort verortet Trump die Minderleister. Immerhin gestand der US-Präsident der Institution zuletzt "ein riesiges Potenzial" zu - aber eben das eines Underperformers. Das ist die Ausgangslage, wenn der Präsident heute bei einer Sitzung zu Reformen der UN im Hauptquartier der Minderleister Platz nimmt. 193 Nationen sind wahlweise gespannt, beunruhigt oder nervös. Was wird Trump machen?

Der Journalist Warren Hoge hat als UN-Korrespondent so manche Krise zwischen den USA und den Vereinten Nationen unter anderem für die New York Times beobachtet. Der Auftritt des US-Präsidenten ist ein besonderer. Hoge sagt, philosophisch betrachtet, komme mit Trump "der Prinz des Unilateralismus in den Tempel des Multilateralismus". Alles scheine möglich.

Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley | Bildquelle: AFP
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Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley: "Bekommen wir, wofür wir bezahlen?"

Druckmittel Geld

Mehr als 22 Prozent des UN-Budgets zahlte bisher Washington. Das ist soviel, wie kein anderes Land beiträgt. Trump übte zuletzt über seine UN-Botschafterin Nikki Haley Druck aus. Entweder gebe es eine Reform oder es fließe kein Geld mehr. "Bekommen wir, wofür wir bezahlen?", formulierte Haley die eher rhetorische Frage.

Trump sagt nein. Und nun leitet ausgerechnet er ein Spitzentreffen der Vereinten Nationen zu den UN-Reformen. Der Mann der schlichten Sätze und Wahrheiten soll über das komplizierteste Gebilde einer Weltregierung sprechen. UN-Experte Hoge sagt, Trump sei für derlei Komplexität nicht bekannt.

Trump wirft UN Missmanagement vor
tagesschau 17:00 Uhr, 18.09.2017, Markus Schmidt, ARD New York

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Zwei Versionen von Donald Trump

Morgen folgt Trumps zweiter Auftritt bei den UN. Dann wird er im Weltsaal der Vereinten Nationen stehen und vor der Vollversammlung reden. Es ist der Ort, wo einst die US-Präsidenten John F. Kennedy, Ronald Reagan und Barack Obama sprachen. Und jetzt eben er. Hoge sagt, man könne nie wissen. Es gebe zwei Trumps: den Trump, der sprudeln lasse, was ihm gerade im Kopf geht. Und es gebe "den Teleprompter-Trump".

Hoge sagt, er wage sich nicht vorzustellen, dass Trump sein Manuskript zur Seite lege und rede wie er manchmal so rede. Aber wer weiß das schon. Vielleicht werde es doch einer seiner denkwürdig merkwürdigen Auftritte. "Das ist vollkommen möglich. Bei Trump weiß man nie", so Hoge.

Das Gebäude der Vereinten Nationen am New Yorker East River | Bildquelle: dpa
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Das Gebäude der Vereinten Nationen am New Yorker East River.

"Verprügeln, umarmen, stark dastehen"

UN-Botschafterin Haley kennt die Rede des US-Präsidenten bereits. Sie sagt, er werde "die richtigen Leute verprügeln, die richtigen umarmen, und Amerika werde am Ende stark dastehen".

Es ist ein Amerika, das den UN-Klimavertrag aufkündigen will, das UN-Mittel streicht, das in Person Trumps sagt, "America First". UN-Generalsekretär Antonio Guterres versucht seit Amtstritt alles, um Washington milde zu stimmen und im Gespräch zu bleiben. Er sagt, man könne über den Gebrauch des Wortes "first" ja gern reden. "Als portugiesischer Premier habe ich auch immer gesagt, Portugal zuerst. Aber ich glaube, amerikanische Interessen werden am besten gewahrt, wenn man multilaterale Organisationen wie die UN unterstützt", so Guterres.

Ab heute wird die Welt erleben was Trump, der Prinz des Unilateralismus, der Mann der Alleingänge, dazu zu sagen hat.

US-Pläne für Kürzung von Flüchtlingshilfe
tagesschau 17:00 Uhr, 18.09.2017, Torsten Beermann, WDR

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Ziemlich beste Feinde: USA versus UN
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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 18. September 2017 um 05:10 Uhr.

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