US-Botschafterin Nikki Haley im UN-Sicherheitsrat in New York | Bildquelle: AP

UN-Sicherheitsrat USA erhöhen Druck auf Nordkorea

Stand: 06.07.2017 00:44 Uhr

Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest wollen die USA eine Verschärfung der UN-Sanktionen gegen das Land durchsetzen. Das kündigte die US-Botschafterin Haley bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats an. Zugleich warnte sie China.

Nach dem nordkoreanischen Test einer Interkontinentalrakete wollen die USA die Sanktionen gegen Pjöngjang verschärfen. Sie werde in den kommenden Tagen einen neuen Resolutionsentwurf in den UN-Sicherheitsrat einbringen, kündigte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, bei einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats zu Nordkorea an.

Welche Sanktionen sie genau in einer neuen Resolution verankern will, sagte Haley nicht. Sie betonte aber, bei einem Schulterschluss der Weltgemeinschaft könnte Nordkorea von Devisen, von Öl und von Waffen abgeschnitten werden. Sie erklärte weiter, ihr Land sei bereit, in dem Konflikt die "volle Bandbreite" der Möglichkeiten zu nutzen. Das schließe das Militär mit ein. "Wir ziehen es aber vor, nicht in diese Richtung zu gehen."

Russland und China sprachen sich vor dem UN-Sicherheitsrat allerdings gegen neue Sanktionen und für weitere diplomatische Gespräche zur Lösung der Krise aus.

UN-Sicherheitsrat berät über weitere Sanktionen gegen Nordkorea
tagesschau 12:00 Uhr, 06.07.2017

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Warnung an China

Auch China erteilte Haley eine deutliche Warnung. Sollte der wichtigste Handelspartner Nordkoreas die Sanktionen gegen das abgeschottete Land missachten, setze es seinen gesamten Handel mit den USA aufs Spiel. Sie habe mit Präsident Donald Trump ausführlich über Länder gesprochen, die Sicherheitsratsresolutionen zum Handel mit Nordkorea nicht befolgten.

China habe eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung des Friedens und der Verhinderung einer Katastrophe in der Region, so Haley. "Wir werden mit China arbeiten. Wir werden mit jedem Land arbeiten, das Frieden will, aber wir werden nicht die unzureichenden Ansätze der Vergangenheit wiederholen, die uns an diesen dunklen Tag gebracht haben."

China ist für 90 Prozent des nordkoreanischen Handelsvolumens verantwortlich. Als Veto-Macht im Sicherheitsrat kann es Strafmaßnahmen gegen Nordkorea, die es als zu hart ansieht, blockieren. Die Regierung in Peking fürchtet unter anderem, dass eine Destabilisierung im Nachbarland eine Fluchtwelle über die gemeinsame Grenze auslösen könnte.

Nordkorea droht mit weiteren Tests

Nordkorea drohte Washington seinerseits nach dem Test der ballistischen Interkontinentalrakete mit weiteren Waffentests. Nach jüngster US-Geheimdiensteinschätzung verfügt Pjöngjang wahrscheinlich noch nicht über die Fähigkeit, einen Atomsprengkopf auf eine ballistische Interkontinentalrakete zu setzen.

gemeinsame Militärübung der USA und Südkorea | Bildquelle: dpa
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Gemeinsame Militärübung der USA und Südkorea.

Das Land hatte am Dienstag erstmals eine Interkontinentalrakete (ICBM) getestet, was als weitere Verschärfung der Krise gewertet wurde. Der Streit um Pjöngjangs Atomprogramm gilt als einer der gefährlichsten Konflikte der Welt. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel immer mehr zugespitzt. Das weithin isolierte Land arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Langstreckenraketen, die auch die USA erreichen können. Als Interkontinentalraketen gelten Raketen mit einer Reichweite von mehr als 5500 Kilometern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Juli 2017 um 5:04 Uhr.

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