Donald Trump | Bildquelle: dpa

Crowdfunding-Aktion Eine Milliarde gegen Trumps Twitter-Tiraden

Stand: 24.08.2017 02:29 Uhr

Donald Trump ohne Twitter-Account? Inzwischen kaum noch vorstellbar. Auf der Plattform teilt der US-Präsident seine Ansichten scheinbar ungefiltert mit der ganzen Welt. Doch nun will eine Ex-CIA-Agentin Twitter-Anteile kaufen und den US-Präsidenten sperren.

Von Jan Bösche, ARD-Studio Washington

Donald Trump seinen geliebten Twitter-Account wegnehmen - das ist das Ziel von Valerie Plame Wilson. Sie hat dafür bei "Gofundme" eine Geldsammlung gestartet, um eine Milliarde Dollar zusammenzubekommen. Mit dem Geld will sie Twitter-Anteile kaufen, um die Mehrheit an dem Unternehmen zu bekommen - und dann Trumps Twitter-Account stilllegen.

Wilson schrieb, Trump habe auf Twitter furchtbare Dinge getan. Seine Tweets beschädigten das Land und gefährdeten Menschen. Trumps Drohungen eines Atomkriegs mit Nordkorea seien eine gefährliche neue Stufe. Trump müsse sein Twitter-Account als sein wichtigstes Sprachrohr weggenommen werden, um einen Krieg zu verhindern.

Valerie Plame Wilson @ValeriePlame
If @Twitter executives won’t shut down Trump’s violence and hate, then it's up to us. #BuyTwitter #BanTrump https://t.co/HhbaHSluTx

Valerie Plame Wilson hat eine lange Karriere in der CIA hinter sich, hat verdeckt gearbeitet. Sie steht im Mittelpunkt eines Skandals aus der Regierungszeit von Georg W. Bush: Sie war enttarnt worden, im Streit um angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak.

Erst 10.000 Dollar gesammelt

Ob Wilson ihr Ziel von einer Milliarde Dollar erreicht, ist allerdings fraglich: Die Spenden haben gerade erst die Zehntausend-Dollar-Marke überschritten. Falls nicht genügend Geld zusammenkommt, um Twitter zu kaufen, soll das Geld gespendet werden - an einen Verein, der sich gegen Atomkriege einsetzt.

Valerie Plame Wilson will den US-Präsidenten bei Twitter sperren. | Bildquelle: AP
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Nachdem sie als CIA-Mitarbeiterin enttarnt wurde, schrieb Valerie Plame Wilson mehrere Bücher und lieferte die Vorlage für einen Film.

Es gibt schon länger Kritik an Trumps Twitter-Verhalten. Er hat fast 37 Millionen Follower und schätzt Twitter als Möglichkeit, ungefiltert mit seinen Anhängern zu kommunizieren. Nach Trumps Drohungen an Nordkorea sagten User, er verstoße damit gegen die Nutzungsbedingungen von Twitter.

Das Unternehmen verteidigte in der Vergangenheit Trumps Account, es sei wichtig für die Leute, direkt von der Führung des Landes zu hören.

Trump bei Twitter stoppen: US-Amerikanerin will dafür Twitter kaufen
Jan Bösche, ARD Washington
24.08.2017 10:12 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 24. August 2017 um 06:02 Uhr.

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