Deutsche und türkische Flagge | Bildquelle: picture alliance / dpa

Angeblicher Terrorverdacht Türkei zieht Liste deutscher Firmen zurück

Stand: 24.07.2017 12:37 Uhr

Die Türkei hat eine Liste zurückgezogen, auf der deutsche Unternehmen unter Terrorverdacht gestellt wurden. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte einen entsprechenden "Spiegel"-Bericht. Unter den Firmen waren auch Konzerne wie BASF und Daimler.

Die Türkei hat die umstrittene Liste mit knapp 700 Unternehmen, die Ankara der Terrorismusfinanzierung bezichtigt hatte, zurückgezogen. Dies habe der türkische Innenminister in einem Telefonat mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière mitgeteilt, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin.

Der türkische Innenminister habe von einem "Kommunikationsproblem" gesprochen. Er habe versichert, dass weder türkische Behörden in der Türkei noch in Deutschland gegen Unternehmen ermittelten, die auf einer Liste aufgeführt worden seien. Zudem habe die Interpol-Stelle in Ankara am vergangenen Samstag die ursprüngliche Bitte an das BKA "förmlich zurückgezogen", zu diesen Unternehmen verschiedene Informationen zuzuliefern. "Das nehmen wir als Klarstellung zur Kenntnis", sagte de Maizières Sprecher.

Türkei zieht Liste zurück: Julia Krittian, ARD Berlin, mit einer Einschätzung
tagesschau 14:00 Uhr, 24.07.2017

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BKA hatte Liste bestätigt

Ursprünglich standen die deutschen Unternehmen unter dem Verdacht, terroristische Organisationen unterstützt zu haben. Mitte Juli hatte das BKA dem ARD-Hauptstadtstudio bestätigt, dass die türkische Regierung den deutschen Behörden eine entsprechende Liste übergeben habe.

Darauf sollen sich laut "Zeit" erstmals auch deutsche Firmen befunden haben, die angeblich Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fethullah Gülen hätten. Diese wird in der Türkei als Terrororganisation verfolgt.

Von Daimler bis zur Dönerbude

Dem Bericht zufolge standen Unternehmen und Einzelpersonen auf der Liste, darunter etwa Daimler und BASF, aber auch ein Spätkauf-Imbiss sowie eine Dönerbude in Nordrhein-Westfalen. Die Liste sei dem Bundeskriminalamt bereits vor Wochen übergeben worden.

Eine BKA-Sprecherin erklärte gegenüber der ARD, die Liste sei nicht bearbeitet worden, "da die darin enthaltenen Angaben und Vorwürfe unkonkret sind. Eine unmittelbare Gefährdung von in Deutschland ansässigen Unternehmen ergibt sich aufgrund deren Nennung nicht."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Juli 2017 um 14:00 Uhr.

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