Die Türkei lässt mehr als 100 Technik-Experten verhaften. | Bildquelle: AFP

Nach Putschversuch in Türkei Dutzende Technologie-Experten verhaftet

Stand: 11.07.2017 11:57 Uhr

Die Verhaftungswelle in der Türkei geht weiter - mehr als 100 Menschen werden verhaftet. Darunter sind auch ehemalige Mitarbeiter des Forschungsrats, der Telekommunikationsbehörde und andere Technologie-Experten.

Die türkischen Behörden haben Haftbefehle gegen 105 Technologie- und Informationsexperten ausgestellt. Diese werden verdächtigt, bei dem gescheiterten Putschversuch im vergangenen Jahr geholfen zu haben.

Bislang seien 52 Verdächtige verhaftet worden. Darunter sind auch Ex-Mitarbeiter des türkischen Forschungsrats und der Telekommunikationsbehörde. Ihnen wird vorgeworfen, den Hintermännern des Putschversuchs technische Unterstützung geliefert zu haben. Die Türkei rief nach den Ereignissen den Notstand aus. Sie machte den im US-Exil lebenden geistlichen Prediger Fethullah Gülen für den gescheiterten Coup verantwortlich, was dieser abgestritten hat.

In den folgenden Wochen und Monaten wurden 50.000 Menschen wegen mutmaßlicher Verbindungen zu dem Putschversuch festgenommen, 100.000 Beamte mussten ihre Jobs aufgeben. Zeitgleich zu den neuerlichen Haftbefehlen startete die Türkei eine Reihe von Veranstaltungen zum Jahrestag des vereitelten Umsturzes am 15. Juli 2016.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 11. Juli 2017 um 10:44 Uhr.

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