Türkische Soldaten in Cizre, im kurdischen Südosten des Landes. | Bildquelle: AFP

Präsident Erdogan meldet Erfolg gegen PKK 5300 kurdische Kämpfer "außer Gefecht" gesetzt

Stand: 28.03.2016 14:56 Uhr

Seit Ende der zweijährigen Waffenruhe mit der PKK im Juli hat das türkische Militär staatlichen Angaben zufolge 5300 "militante Kurden" getötet oder festgenommen. 355 Soldaten und Polizisten seien umgekommen, überwiegend im Südosten des Landes. Mehrere Selbstmordanschläge seien verhindert worden.

Türkische Sicherheitskräfte haben seit Juli 2015 - dem Ende der Waffenruhe zwischen PKK und Türkei - 5359 "militante Kurden" getötet oder festgenommen. Das teilte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Verweis auf Präsident Tayyip Erdogan mit. Darunter seien unter anderem rund 600 Gefangene und Hunderte Verwundete. Der Staatschef ließ sich außerdem mit der Aussage zitieren, dass 355 Soldaten und Polizisten umgekommen sind.

Bei neuen Kämpfen über Ostern sind Sicherheitskreisen zufolge fast 30 Extremisten und Soldaten ums Leben gekommen. In der Stadt Nusaybin seien allein 25 PKK-Kämpfer getötet worden, teilte das Militär mit. Auch zwei Soldaten starben. Wie in Nusaybin an der syrischen Grenze versucht das Militär seit Monaten, Kämpfer der PKK auch aus anderen Städten der Region zu vertreiben.

Türkische Sicherheitskräfte in Diyarbakir | Bildquelle: AFP
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Türkische Sicherheitskräfte in Diyarbakir

Luftangriffe auf PKK-Stellungen

Seit dem Ende des Friedensprozesses zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Juli verschärfte sich die Gewalt im Land erheblich, vor allem im von Kurden bewohnten Südosten. Mit Luftangriffen geht das türkische Militär gegen PKK-Stellungen vor. Oft sterben dabei auch Zivilisten. Ausgangssperren schränken das Leben der Menschen ein. Zehntausende flohen bereits wegen der Kämpfe. Die PKK kämpft für Autonomie der Kurden und gilt sowohl in der Türkei als auch in westlichen Ländern als Terrororganisation.

Bedrohung durch IS

Auch die Terroristen des "Islamischen Staats" sind eine Bedrohung für die Türkei. An der Grenze zur Türkei kontrolliert der IS ein großes Gebiet in Syrien. Für mehrere Selbstmordanschläge soll der IS verantwortlich sein. Einige Länder gaben wegen der zunehmenden Terrorgefahr Reisehinweise oder -warnungen für ihre Staatsangehörigen in der Türkei heraus. Präsident Erdogan ließ mitteilen, dass in den vergangenen Wochen mehrere Anschläge vereitelt worden seien.

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