Rauchsäulen steigen über Afrin auf (Archivfoto vom 15. März 2018) | Bildquelle: AFP

Militäreinsatz in Afrin Türkei nennt Merkels Kritik inakzeptabel

Stand: 22.03.2018 03:31 Uhr

Das türkische Außenministerium hat die Kritik Merkels an der Afrin-Offensive als inakzeptabel zurückgewiesen. Es sei merkwürdig, dass Verbündete "die Lage mit den Augen von Terroristen betrachten".

Die Türkei hat die die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Militäroffensive in Nordsyrien zurückgewiesen. Merkel hatte den türkischen Militäreinsatz am Mittwoch erstmals deutlich verurteilt. "Bei allen berechtigten Sicherheitsinteressen der Türkei ist es inakzeptabel, was in Afrin passiert, wo Tausende und Abertausende von Zivilisten verfolgt sind, zu Tode kommen oder flüchten müssen", sagte sie im Bundestag. "Auch das verurteilen wir auf das Schärfste."

Bundeskanzlerin Merkel zum Militäreinsatz in Afrin
22.03.2018

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Telefonat zwischen Steinmeier und Erdogan

Das türkische Außenministerium erklärte daraufhin am Abend: "Wir halten diese bedauerlichen Äußerungen der deutschen Kanzlerin Merkel (...) über den Einsatz Olivenzweig, die nichts mit der Realität zu tun haben und auf Fehlinformationen beruhen, für inakzeptabel." Es sei merkwürdig, dass "einige unserer Verbündeten die Lage mit den Augen von Terroristen betrachten", hieß es weiter in der Erklärung des Ministeriums.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete unterdessen von einem Telefonat zwischen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan. Beide hätten dabei am Mittwoch "die Bedeutung des gemeinsamen Kampfes gegen den Terrorismus" betont.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. März 2018 um 06:00 Uhr.

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