Ein Feuerwehrmann versucht, die Flammen zu löschen  | Bildquelle: AFP

Anschlag in der Türkei Tote bei Explosion vor Amtsgebäude

Stand: 24.11.2016 11:41 Uhr

Erneut hat ein mutmaßlicher Terroranschlag den Süden der Türkei erschüttert. Zwei Menschen wurden getötet, zahlreiche verletzt. Und erneut macht die türkische Regierung die verbotenen PKK verantwortlich.

Erneut ist ein türkisches Regierungsgebäude zum Ziel eines Anschlags geworden: Zwei Menschen wurden getötet und 33 verletzt, als ein Sprengsatz auf dem Parkplatz eines Amtsgebäudes in der südtürkischen Provinzhauptstadt Adana detonierte, so örtliche Behörden. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, es sei eine Autobombe gewesen. Auf Fernsehbildern war ein brennendes Fahrzeug auf dem Parkplatz vor dem Gouverneursgebäude zu sehen. Dichter schwarzer Rauch stieg auf.

Adana liegt rund 16 Kilometer vom NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik entfernt, von wo aus das US-Militär Angriffe auf die IS-Miliz in Syrien fliegt und auch Bundeswehrsoldaten im Einsatz sind.

Regierung macht PKK verantwortlich

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die türkische Regierung machte die verbotene kurdische PKK für den Anschlag verantwortlich. Aller Wahrscheinlichkeit nach stecke die PKK hinter der Explosion, sagte Arbeitsminister Mehmet Müezzinoglu dem Fernsehsender CNN Turk. Europaminister Ömer Celik schrieb auf Twitter: "Der verdammte Terror greift weiter unser Volk an. Wir werden im Namen der Menschlichkeit bis zum Ende gegen diesen Terror kämpfen."

In der Türkei wurden in jüngster Vergangenheit zahlreiche Bombenattentate verübt. Die Regierung machte wiederholt die PKK dafür verantwortlich. Zudem reklamierten der "Islamische Staat" und linksextreme Gruppen mehrfach Anschläge für sich.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. November 2016 um 10:00 Uhr.

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