Donald Trump mit seiner Familie vor einem niedergelegten Kranz. | Bildquelle: AFP

Trump erinnert an Holocaust "Die dunkelste Stunde der Geschichte"

Stand: 23.05.2017 16:42 Uhr

Der Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gehört zum Politiker-Pflichtprogramm in Israel. Auch für US-Präsident Trump. Nach anfänglichem Unmut verlängerte er seinen Aufenthalt und gedachte der "dunkelsten Stunde der Geschichte".

US-Präsident Donald Trump hat in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem der von deutschen Nazis und ihren Helfern ermordeten Juden gedacht. Trump entfachte in einer kurzen Zeremonie in der Halle der Erinnerung die ewige Flamme neu und legte mit seiner Frau Melania einen Kranz roter und weißer Blumen nieder. Dann hielten sie einige Augenblicke inne. Unter der Steinplatte in der Halle ist die Asche von Opfern der Nazi-Vernichtungslager beigesetzt.

Trump bei Abbas in Betlehem
tagesschau 20:00 Uhr, 23.05.2017, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

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30 statt 15 Minuten

Der Holocaust sei "die dunkelste Stunde der Geschichte" und das "grausamste Verbrechen gegen Gott und seine Kinder", sagte er in Jerusalem. "Worte könnten die bodenlose Bosheit nicht beschreiben", sagte Trump. Zugleich sei Yad Vashem aber auch ein Vermächtnis für den unverwüstlichen Geist des jüdischen Volkes. Begleitet wurde Trump von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sowie seiner Tochter Ivanka Trump und dessen Schwiegersohn Jared Kushner, einem orthodoxen Juden.

In Israel war kritisiert worden, dass ursprünglich für Trumps Besuch in Yad Vashem nur 15 Minuten eingeplant waren. Letztlich dauerte die Visite etwa eine halbe Stunde. Trump war außerdem im Januar kritisiert worden, weil er am internationalen Holocaust-Gedenktag in einer Stellungnahme die Juden unerwähnt ließ.

Während seines Aufenthaltes in Jerusalem hat Trump den Iran gewarnt, seine Drohungen einer Zerstörung Israels fortzusetzen. "Nicht mit Donald J. Trump", sagte er unter dem Applaus des Publikums. Iran werde niemals eine Atomwaffe haben, sagte Trump. Die Sicherheitspartnerschaft der USA mit Israel sei stärker denn je.

Treffen mit Abbas

Vor dem Besuch in der Gedenkstätte hatte sich Trump mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Dabei hatte er zum Ausdruck gebracht, dass er alles in seinen Kräften stehende tun wolle, um dieses Ziel zu erreichen. Er sei zuversichtlich, dass die USA Palästinensern und Israel helfen könnten, zum Frieden zu finden. Eine Zwei-Staaten-Lösung erwähnte der US-Präsident nicht.

Abbas forderte bei dem Treffen in Bethlehem erneut einen unabhängigen Staat Palästina neben Israel - in den Grenzen vor 1967 und mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. "Unser grundsätzliches Problem sind die Besatzung und die Siedlungen sowie die Weigerung Israels, den Staat Palästina anzuerkennen, so wie wir Israel anerkennen", sagte er. Der Besuch Trumps im Westjordanland stieß in Israel auf Missfallen.

Kurz vor Ende seines Besuchs in Israel sagte Trump, es sei "nicht einfach", ein Nahost-Abkommen zu schließen. "Aber mit Entschlossenheit, einem Kompromiss und dem Glauben, dass Frieden möglich ist, können Israelis und Palästinenser sich einigen." Am Abend reiste der US-Präsident weiter nach Rom, dem ersten Europa-Stopp seiner ersten Auslandsreise.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Mai 2017 um 12:00 Uhr.

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