Donald Trump | Bildquelle: REUTERS

US-Präsident in Vietnam Erst Staatsmann, dann Trump

Stand: 10.11.2017 10:09 Uhr

Ein Besuch in Vietnam ist für US-Präsidenten immer eine Gratwanderung. Doch diesen Teil seiner Reise meisterte Trump beim APEC-Gipfel staatsmännisch. Anders sah es beim Thema Handel aus. Zu einem Treffen mit Putin kommt es wohl nicht.

Von Holger Senzel, ARD-Studio Singapur

Dunkle Wolken hingen über dem Flughafen von Danang, als die Air Force One landete. Donald Trump schritt beschwingt an den weißuniformierten Soldaten vorbei, über den Boden, der noch immer dioxinbelastet ist vom berüchtigten "Agent Orange", das US-Flugzeuge im Vietnam-Krieg versprühten, um die Wälder zu entlauben. "Wir waren Feinde", sagte der US-Präsident in seiner Ansprache vor dem APEC-Wirtschaftsforum. "Nun sind wir seit Langem Freunde und werden es bleiben."

Präsident Trump vertritt US-amerikanische Interessen auf APEC-Gipfel
tagesschau 20:00 Uhr, 10.11.2017, Sandra Ratzow, ARD Singapur

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"Ich werde meinen Job machen"

Es war eine staatsmännische Rede - so schien es - bis Trump auf den Handel zu sprechen kam. Unfair, nannte ihn Trump. Denn asiatische Staaten - vor allem China - exportierten deutlich mehr Waren nach Amerika als umgekehrt. Das sei inakzeptabel: "Ich werfe weder China noch anderen Staaten vor, dass sie ihre Chance wahrnehmen, in den USA Geschäfte zu machen. Wenn sie damit durchkommen, dann machen sie einfach nur ihren Job", führte Trump aus.

Er werde anders als seine Vorgänger aber auch seinen Job machen, sagte er drohend. Wer sich nicht an die Regeln des fairen Handels halte, der werde erfahren, dass die USA nicht mehr die Augen verschlössen vor Regelverletzungen, Betrug oder wirtschaftlicher Aggression. Diese Tage seien vorbei.

Stefan Niemann @SNiemannARD
Nun also doch nicht: #Trump und #Putin werden am Rande des #APEC Gipfels hier in #DaNang #Vietnam offenbar KEIN bilaterales Treffen haben. Laut #WhiteHouse aus Termingründen. #usa #Russland @tagesschau

Wohl kein Treffen mit Putin

Zum Nordkorea-Konflikt erklärte Trump, die Zukunft der Region und ihrer wundervollen Menschen dürfe nicht durch die perversen Fantasien eines Diktators in Geiselhaft genommen werden. Eigentlich sollte die hochexplosive Lage in Nordkorea auch Thema eines Gespräches zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten am Rande des Gipfels sein. Doch dazu wird es nun anscheinend nicht kommen. Als Erklärung nannte die Sprecherin Trumps "Terminschwierigkeiten".

Auch Chinas Staatschef Xi Jinping, mit dem sich Trump gerade in Peking getroffen hatte, ist in Danang dabei. Beim APEC-Gipfel werden beide als Wettbewerber um die Führungsrolle in der Welt wahrgenommen. Washingtons Rückzug aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP hat die Position Pekings gestärkt. Immerhin wickeln die 21 Staaten des Asien-Pazific-Forums APEC - unter ihnen China, Japan, Russland, die USA und Südkorea - mehr als die Hälfte des gesamten Welthandels ab.

Gastgeber Vietnam spielt dabei eine besondere Rolle für die USA. Auch ohne TPP ist der einstige Kriegsgegner heute wichtigster Handelspartner der USA in Südostasien.

Trump-Ansprache am Rande des APEC-Wirtschaftsforums
Holger Senzel, ARD Singapur, zzt. Danang
10.11.2017 09:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 10. November 2017 NDR Info um 10:08 Uhr und tagesschau24 um 11:00 Uhr.

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Holger Senzel, NDR

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