Rex Tillerson bei Fox News | Bildquelle: AP

Äußerungen zu Rassismus Tillerson geht auf Distanz zu Trump

Stand: 28.08.2017 02:03 Uhr

US-Außenminister Tillerson ist in der Debatte um Rassismus auf Abstand zu Präsident Trump gegangen. In Bezug auf die Ereignisse in Charlottesville spreche Trump für sich selbst. Die US-Regierung stehe für amerikanische Werte und sei der Gleichbehandlung aller Menschen verpflichtet.

In der Debatte um Rassismus in den USA ist US-Außenminister Rex Tillerson auf Distanz zu Präsident Donald Trump gegangen. Im US-Fernsehsender Fox News wich Tillerson mehrfach der Gelegenheit aus, die vielfach kritisierte Reaktion des Präsidenten auf die Ereignisse in Charlottesville zu verteidigen.

Auf eine Frage nach seiner Einschätzung von Trumps Reaktion entgegnete Tillerson, dass sich die US-Regierung "den Werten des amerikanischen Volkes" verpflichtet fühle und diese verteidige. Auf die Nachfrage, ob er auch "die Werte des Präsidenten" verteidige, sagte der Außenminister: "Der Präsident spricht für sich selbst."

Ku Klux Klan begrüßte Trump-Äußerungen

Trump war vielfach kritisiert worden, weil er nach dem rechtsextremen Aufmarsch, bei dem eine Gegendemonstrantin getötet worden war, zunächst undifferenziert von Gewalt auf "vielen Seiten" gesprochen hatte.

Zwei Tage später verurteilte er die Gewalt rechtsextremer Gruppen schließlich als "abstoßend" - kehrte aber einen Tag später zu seiner vorherigen Rhetorik zurück, mit der er das Verhalten der Rechtsextremisten und der Gegendemonstranten auf eine Stufe stellte. Auch unter den Rechtsextremisten seien "sehr gute Leute" gewesen, sagte er. Von rassistischen Gruppen wie dem Ku Klux Klan wurde der Präsident für sein Verhalten gefeiert.

Tillerson hatte Hassreden und Fanatismus bereits zuvor als unamerikanisch bezeichnet und gesagt, diese stünden gegen die Werte, auf denen die USA aufgebaut sei und für die das Land stehe.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. August 2017 um 09:00 Uhr.

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