Donald Trump | Bildquelle: AFP

Gewalt in Charlottesville Jetzt spricht auch Trump von Rassismus

Stand: 14.08.2017 19:11 Uhr

US-Präsident Trump hat die Gewalt bei dem Aufmarsch von Rechtsextremen in der Stadt Charlottesville in Virginia als "rassistisch" verurteilt. Rassismus sei böse, sagte er in Washington. Ku Klux Klan, Neonazis und die Alt-Right-Bewegung seien "abstoßend".

Zwei Tage nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei einer Kundgebung von Rassisten in Charlottesville hat US-Präsident Donald Trump Rassismus und Neonazismus verurteilt. Neonazis, der Ku Klux Klan und andere Gruppen wie zum Beispiel die Alt-Right-Bewegung bezeichnete er als "abstoßend". Sie seien voller Hass und hätten keinen Platz in Amerika, sagte Trump in Washington in einem eigens anberaumten Statement vor Medien.

"Rassismus ist böse und diejenigen, die in seinem Namen Gewalt anwenden, sind Kriminelle und Verbrecher", sagte Trump.

Unter Druck geraten

Dem US-Präsidenten war überparteilich vorgeworfen worden, sich nach den Vorkommnissen von Charlottesville nicht eindeutig geäußert zu haben. Weil er zunächst von "Gewalt von vielen Seiten" gesprochen und Rassisten nicht explizit beim Namen genannt hatte, war er unter erheblichen Druck geraten.

"Es kommt nicht auf die Hautfarbe an", sagte Trump. Die Attacke eines jungen Mannes mit einem Auto, bei der am Samstag eine Frau ums Leben gekommen war, nannte der Präsident Trump "rassistisch". Amerika müsse auf solchen Hass mit Liebe antworten, Stärke zeigen und aufs Neue zusammenkommen.

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