HR McMaster und Donald Trump | Bildquelle: AP

McMaster neuer US-Sicherheitsberater Kritischer Geist im Weißen Haus

Stand: 21.02.2017 05:03 Uhr

Der neue Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten steht fest: Trump hat sich für den Generalleutnant H.R. McMaster entschieden. Der Neue gilt als unabhängiger Geist, der auch Autoritäten in Frage stellt.

Von Rolf Büllmann, ARD-Studio Washington

Herbert Raymond "H.R." McMaster - das war einer der Namen, die immer wieder fielen, wenn darüber spekuliert wurde, wer Michael Flynn nachfolgen könnte. Flynn, der nach nur 24 Tagen im Amt als Nationaler Sicherheitsberater des Präsidenten gehen musste.

Und so war es keine allzu große Überraschung, als Donald Trump McMaster der Öffentlichkeit vorstellte: "Er ist ein Mann von enormem Talent und enormer Erfahrung", sagte der US-Präsident. Er habe viel über ihn gesehen und gelesen in den letzten zwei Tagen. Und weiter: "Er ist hochangesehen im Militär, es ist eine Ehre ihn im Team zu haben." Freundliche Worte, die allerdings auch klar machen: Zum engen Vertrautenkreis des Präsidenten - wie es bei Flynn der Fall war - gehört McMaster nicht.

Trump ernennt neuen Sicherheitsberater
tagesschau 12.00 Uhr, 21.02.2017, Verena Bünten, WDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Große militärische Erfahrung

Kimberly Dozier, sicherheits- und verteidigungspolitische Expertin bei "The Daily Beast" glaubt, dass er sich trotzdem Gehör verschaffen wird: "McMaster hat die Art militärische Erfahrung, die Trump respektiert. Er hat in beiden Golfkriegen gekämpft, er hat Al-Kaida im Irak bekämpft und ist gegen Korruption in Afghanistan vorgegangen."

Und er hat dabei eine beachtliche Karriere hingelegt: bis hin zum Drei-Sterne-General. Doch das verlief nicht immer reibungslos. McMaster gilt als kritischer Geist, der dafür bekannt ist, Autoritäten in Frage zu stellen. So hat er in einem Buch über den Vietnam-Krieg scharfe Kritik an der damaligen politischen und militärischen Führung geübt.

Immer wieder Vorgesetzte kritisiert

Und auch im Umgang mit seinen direkten Vorgesetzten war der 54-Jährige oft deutlicher, als es ihm gut tat. "Er war politisch genug, um drei Sterne zu bekommen, aber er hat so oft Widerspruch geleistet, dass das nicht leicht war", sagt Dozier. Mehrere Male sei er bei anstehenden Beförderungen übergangen worden. Und so ist die Journalistin sich sicher: "Er hat in der Vergangenheit immer wieder Vorgesetzte und Regeln kritisiert, und man muss davon ausgehen, dass er das auch im Weißen Haus tun wird."

Ein unabhängiger Geist also, West-Point-Absolvent und promovierter Historiker, mit militärischer Erfahrung und politischem Geschick - McMasters Berufung zum Nationalen Sicherheitsberater stieß auf positives Echo. Der Sender "ABC" berichtet: "Er wird von Demokraten und Republikanern gleichermaßen gelobt. Senator John McCain, der die Trump-Regierung gerade erst als unorganisiert kritisiert hatte, nannte McMaster eine herausragende Wahl".

"Dankbar für die Chance"

Und McMaster selbst? Äußerte sich nur kurz und zurückhaltend. Er sei dankbar für die Chance, die sich jetzt für ihn auftue, sagte er. Es sei ein Privileg, der Nation weiter dienen zu können.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. Februar 2017 um 06:00 Uhr.

Darstellung: