Pressekonferenz von Donald Trump | Bildquelle: AFP

Trump-Pressekonferenz Autos, Veteranen, Hacking, Mauer ...

Stand: 11.01.2017 19:04 Uhr

In seiner ersten Pressekonferenz seit der Wahl hat der designierte US-Präsident Trump etliche Themen angeschnitten, blieb bei vielen aber vage. Anders als früher machte er Russland für Hackerangriffe verantwortlich. Auf Fragen zu seinem Firmenimperium ließ er seine Anwältin antworten.

Zu Beginn seiner ersten Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg hat sich der designierte US-Präsident Donald Trump zu den unbewiesenen Vorwürfen geäußert, die von russischen Geheimdiensten stammen sollen. Mit Informationen zu seinem Privatleben und geschäftlichen Beziehungen nach Russland sollen russische Dienste versucht haben, Trump erpressbar zu machen.

Er nannte diese Meldungen "Fake News" und kritisierte die beiden US-Medien, die sie veröffentlicht hatten. Trump erklärte, der umstrittene Russland-Bericht sei möglicherweise von den Geheimdiensten herausgegeben worden.

Trump stellt sich der Presse
tagesthemen 22:15 Uhr, 11.01.2017, Ina Ruck, ARD Washington

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Viele Themen binnen weniger Minuten

Unmittelbar im Anschluss ging er auf der Thema Wirtschaft ein. Er lobte Autokonzerne für die Ankündigung, Arbeitsplätze in den USA zu schaffen oder dort zu halten. Trump hatte zuletzt Autokonzerne wie Toyota oder General Motors heftig für die Produktion im Niedriglohnland Mexiko kritisiert und mit hohen Strafzöllen gedroht. In der Pressekonferenz kritisierte er zudem die US-Pharmaindustrie, die in den USA viel zu hohe Preise verlange. Zudem stellten sie ihre Produkte nicht in den USA her.

Trumps Pressekonferenz in voller Länge (engl.)
11.01.2017

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Der designierte Präsident wiederholte sein entsprechendes Versprechen aus dem Wahlkampf, wonach er für die USA der größte Arbeitsplatzbeschaffer aller Zeiten sein werde. Er werde sehr hart daran arbeiten, sagte Trump. "Wir habe eine Bewegung, die niemand erwartet hat."

Trump griff binnen weniger Minuten sehr viele Themen auf, die er teilweise aber nur sehr kurz anschnitt. So kündigte er etwa an, die medizinische Versorgung von US-Veteranen zu verbessern. Die Entwicklungskosten des Kampfflugzeuges F-35 kritisierte er als zu hoch.

"Ich glaube, es war Russland"

Etwas konkreter äußerte er sich zu den Hackerangriffen, die es im US-Wahlkampf gegeben hatte. Hierfür machte er erstmals relativ deutlich die russische Regierung verantwortlich. "Ich glaube, es war Russland", sagte Trump auf eine entsprechende Frage eines Reporters. Allerdings würden auch viele andere Staaten in US-Systeme eindringen. Zudem kritisiert er die Demokraten für ihre laxe Computersicherheit. Bislang hatte Trump eine russische Verantwortung angezweifelt. Auch entsprechende Erkenntnisse der US-Geheimdienste stellte er in Frage.

Söhne sollen Firmenimperium leiten

Erst nach einer Weile kam Trump auch auf das Thema zu sprechen, das mit besonderer Spannung erwartet worden war: Die Frage, wie er als Präsident mit seinem Firmenimperium umzugehen gedenkt. Er werde seine beiden Söhne Eric und Donald Jr. seine Firmen führen lassen, sagte Trump. "Sie werden es sehr professionell tun. Sie werden es nicht mit mir besprechen." Er mache diesen Schritt, obwohl er das eigentlich nicht müsse. Sein Firmenimperium werde eine Struktur haben, die ihn komplett vom Management enthebe.

Donald Trump mit seiner Anwältin Sheri Dillon | Bildquelle: AFP
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Donald Trump mit seiner Anwältin Sheri Dillon

Als die Sprache auf die Details zur Zukunft seines Firmenimperiums kam, übergab Trump das Wort an seine Anwältin Sheri Dillon. Sie sagte, die Amerikaner könnten sicher sein, dass Trump als Präsident eine Kollision mit seinen Interessen als Immobilienunternehmer vermeiden werde. Die Marke "Trump" soll allerdings erhalten bleiben.

Dillon sagte, der Konzern werde während seiner Präsidentschaft keine neuen Geschäfte mit dem Ausland abschließen. In den vergangenen Wochen seien mehr als 30 geplante Geschäfte mit ausländischen Partnern abgesagt worden. Im Gegensatz zu Trump selbst, der viele Themen nur kurz anschnitt, äußerte sich Dillon sehr ausführlich und detailliert. Später ergriff Trump wieder das Wort.

"Interessenkollisionen ausgeschlossen"

Auf die Frage von Journalisten, ob es auch bei Mitgliedern seines Kabinetts - von denen mehrere hochrangige Wirtschaftsvertreter sind - möglicherweise Interessenkonflikte geben könnte, ging Trump nicht konkret ein. "Wir werden eines der besten Kabinette überhaupt haben", sagte Trump. Insbesondere der künftige Außenminister Rex Tillerson sei brillant, das sagten auch andere über den ehemaligen Präsidenten des weltgrößten Erdölkonzerns ExxonMobil. Er habe smarte Leute gesucht, Interessenkollisionen würden ausgeschlossen.

Zur Zukunft der Gesundheitsvorsorge sagte Trump: "Obamacare ist ein komplettes Desaster." Die vom scheidenden Präsidenten Barack Obama eingeführte Gesundheitsreform werde abgeschafft und danach ersetzt werden. Wie und womit, sagte Trump nicht. Die Materie sei sehr kompliziert. Man werde etwas viel Besseres schaffen.

"Mexiko wird irgendwann zahlen"

Später ging er nochmal auf seine Ankündigung aus dem Wahlkampf ein, eine Mauer zu Mexiko zu bauen. Er wiederholte diese Ankündigung - und er wiederholte auch, dass Mexiko diese Mauer bezahlen werde. Wie, sagte er nicht - entweder mit einer Steuer oder einer direkten Zahlung. Man werde sich mit Mexiko einigen, fange aber schon mal an zu bauen. "Mexiko wird irgendwann zahlen."

Mit dem Bau der Mauer will Trump Migranten abwehren. Bei der geplanten Grenzbefestigung werde es sich "nicht um einen Zaun, sondern um eine Mauer" handeln, sagte Trump.

Trump griff während der Pressekonferenz auch mehrere der anwesenden Journalisten direkt an. Bei einigen Medienorganisationen handele es sich um "Fake News". Einige Vertreter dieser Medien säßen auch in seiner Pressekonferenz. Mit Verweis darauf weigerte er sich, Fragen einiger Journalisten anzunehmen.

Trump bleibt Trump: Kritische Reaktionen zur Pressekonferenz
M. Ganslmeier, ARD Washington
12.01.2017 06:44 Uhr

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Noch nie hat ein gewählter US-Präsident so lange nach seinem Wahlsieg den Medien nicht Rede und Antwort gestanden. Trump hatte sich seit seinem Wahlsieg in erster Linie über Kurzbotschaften via Twitter zu Wort gemeldet. Er wird am Freitag kommender Woche vereidigt.

Parallel zu seiner Pressekonferenz im New Yorker Trump-Tower wurden im Senat in Washington die Anhörungen der Kandidaten für sein Kabinett fortgesetzt. Befragt wurde unter anderem der designierte Außenminister Tillerson.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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