US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP

Trump und Kim Doch ein Gipfel am 12. Juni?

Stand: 26.05.2018 03:02 Uhr

Erst die Absage, jetzt die Absage der Absage? Laut US-Präsident Trump könnte es am 12. Juni doch zum Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim kommen. Beide Seiten zeigen sich gesprächsbereit.

US-Präsident Donald Trump schließt nun doch nicht aus, dass es am 12. Juni zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un kommen könnte. Am Donnerstag noch hatte er genau diesen Termin in einem Brief an Kim noch abgesagt.

Nordkorea zeige sich in gegenwärtigen Gesprächen "sehr interessiert" an dem Treffen, erklärte er nun. "Wir werden sehen, was geschieht", sagte Trump vor Reportern in Washington. "Wir sprechen gerade mit ihnen. Es könnte auch der 12. Juni sein." Für diesen Tag war das historische Gipfeltreffen mit Machthaber Kim in Singapur ursprünglich geplant. "Wir würden das gerne machen", erklärte Trump. Und er fügte hinzu: "Jeder spielt ein Spiel."

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekräftigte der US-Präsident später, dass man mit Nordkorea in produktiven Gesprächen sei. Der ursprüngliche Gipfelort und -zeitpunkt sei weiter im Gespräch.

Mattis: Diplomaten am Zug

Auch US-Verteidigungsminister James Mattis zeigte sich optimistisch, dass es doch noch zum Treffen zwischen Trump und Kim kommt. Er sprach vor Journalisten von möglicherweise positiven Nachrichten. Wenn man einen Gipfel zustande bekommen wolle, sei ein Hin und Her vorher nicht ungewöhnlich, sagte er. "Jetzt sind die Diplomaten am Drücker und in der Verantwortung, und wir begleiten sie mit unseren besten Wünschen für einen fruchtbaren Weg."

Trump offenbar doch für Gipfeltreffen mit Nordkorea bereit
tagesthemen 21:45 Uhr, 25.05.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Demonstrativ gesprächsbereit

Am Donnerstag hatte Trump den historischen Gipfel in einem persönlichen Brief an den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un abgesagt und erklärt, das US-Militär stehe bereit, sollte sich Kim "töricht" verhalten. Allerdings hatte Trump auch erklärt, Kim könne ihn jederzeit anrufen oder ihm schreiben. Er ließ damit die Tür für Verhandlungen mit dem Regime offen. Auch Nordkorea zeigte sich weiter offen für ein Treffen zwischen Kim und Trump, worauf dieser bei Twitter mit Wohlwollen reagierte.

Bei dem für den 12. Juni in Singapur geplanten Treffen sollte es um eine friedliche Lösung des langjährigen Konflikts um das Atomprogramm Nordkoreas gehen. Uneinigkeit gibt es zwischen den USA und Pjöngjang darüber, in welchem Umfang und Zeitraum das Programm eingestellt werden soll.

Lob und Kritik

Lob bekam Trump für die Absage des Gipfels aus den eigenen Reihen: Der republikanische Senator Cory Gardner aus Colorado sagte im US-Radiosender NPR: "Wir wussten, wenn es ein Hinweis gibt, dass Kim nicht bereit ist, über atomare Abrüstung zu sprechen - nachprüfbare, unumkehrbare Abrüstung seines Regimes, dann findet das Treffen nicht statt."

Anders sah dies etwa der frühere US-Stabschef Mike Mullen: Von Anfang an hätten die Maximalforderungen der Trump-Administration der Realität im Konflikt mit Korea entgegengestanden. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Kim vollständig abrüstet ist sehr, sehr gering - höchstens über einen langen Zeitraum hinweg." Es sei aber trotzdem wichtig, zu einer diplomatischen Lösung zu kommen, weil ein militärischer Konflikt mit enormen Risiken verbunden sei.

Die Welt hofft auf den Dialog

International wurde die Absage des Gipfels bedauert. China teilte mit, man sei nach wie vor der Ansicht, dass ein Treffen zwischen Trump und Kim Jong Un eine "Schlüsselrolle" im Atomstreit und bei der Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel spiele. Peking hoffe, dass Nordkorea und die Vereinigten Staaten in dieser Situation Geduld bewahrten.

Auch die Bundesregierung bedauerte die Absage. Eine Sprecherin sagte, der Dialog auf höchster Ebene sei ein wichtiger Schritt zur Deeskalation auf der koreanischen Halbinsel. Deutschland unterstütze grundsätzlich das Ziel der internationalen Gemeinschaft einer Denuklearisierung Nordkoreas

Trump nun doch bereit für Nordkorea-Gipfel
Torsten Teichmann, ARD Washington
25.05.2018 17:09 Uhr

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Mit Material von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Mai 2018 um 17:00 Uhr.

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