US-Präsident Trump hält eine Rede | Bildquelle: AP

Trump sagt Teilnahme ab Kein Dinner mit den "Feinden"

Stand: 26.02.2017 00:38 Uhr

Das Galadinner der Korrespondenten in Washington wird in diesem Jahr ohne den Präsidenten stattfinden. Trump sagte seine Teilnahme für das Essen am 29. April ab - natürlich per Tweet. Es ist ein neuer Schlag für das Verhältnis zwischen Weißem Haus und Medien.

US-Präsident Donald Trump wird in diesem Jahr nicht an dem traditionellen Galadinner der Korrespondenten im Weißen Haus teilnehmen. Dies kündigte Trump via Twitter an. Eine Begründung lieferte er nicht, er wünsche jedoch "jedem alles Gute und einen großartigen Abend!". Der letzte Präsident, der nicht an dem Dinner der White House Correspondents' Association (WHCA) teilnahm, war 1981 Ronald Reagan, kurz nach einem Attentat auf ihn.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
I will not be attending the White House Correspondents' Association Dinner this year. Please wish everyone well and have a great evening!

Zur am 29. April geplanten Spendengala finden sich neben Journalisten auch Politiker und Prominente ein. Zur Tradition - die bis 1921 zurückreicht - gehört, dass der amtierende Präsident eine humorvolle Rede hält. Kritiker der Veranstaltung bemängeln, dass es eine zu große Nähe von Presse und Politik fördert.

Vor rund sieben Jahren nahm Donald Trump, hier mit seiner Frau Melania, am Galadinner teil. (Foto vom 30. April 2011) | Bildquelle: AP
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Vor rund sieben Jahren nahm Donald Trump, hier mit seiner Frau Melania, am Galadinner teil. (Foto vom 30. April 2011)

Dinner findet trotzdem statt

Die WHCA erklärte, sie halte an der Veranstaltung fest. Der Präsident der Vereinigung, Jeff Mason, erklärte, bei dem Dinner sollten "der Erste Verfassungszusatz und die bedeutende Rolle unabhängiger Nachrichtenmedien in einer gesunden Republik" gefeiert werden.

Zudem sollten "einige der besten Beiträge des politischen Journalismus aus dem vergangenen Jahr und die vielversprechenden Studenten gewürdigt werden, die die nächste Generation unseres Berufes repräsentieren". Die Vereinigung vergibt jedes Jahr eine Reihe von Stipendien an Journalismusstudenten.

Gespanntes Verhältnis zu Journalisten

Die von Trump geführte Administration pflegt ein sehr gespanntes Verhältnis zu einem Teil der US-Presse. Trump nannte einige Journalisten "Feinde des Volkes" und sperrte verschiedene Medien von Presseterminen aus.

Erst am Freitag hatte das Weiße Haus mehreren großen US-Medienhäusern den Zugang zu einem Pressebriefing mit dem Sprecher von Trump verwehrt. Betroffen waren unter anderem Reporter von CNN, der "New York Times", der "Los Angeles Times", BuzzFeed und Politico. In der Regel steht das im TV übertragene tägliche Pressebriefing allen Medienunternehmen mit Akkreditierung für das Weiße Haus offen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Februar 2017 um 04:55 Uhr.

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