Grenze Mexikos zu den USA | Bildquelle: AFP

Amerikanisch-mexikanische Grenze Wie sich Trump die Mauer vorstellt

Stand: 14.07.2017 03:23 Uhr

Durchsichtig, mit Solarzellen, aber nicht entlang der gesamten Grenze: So stellt sich US-Präsident Trump die Mauer zu Mexiko vor. Vor Journalisten lieferte er eine neue Begründung für seine Pläne.

Dass US-Präsident Donald Trump die rund 3200 Kilometer lange Grenze zu Mexiko mit einer Mauer schützen will, hat er mehrfach angekündigt. Nun ruderte Trump jedoch zurück. Lediglich bis zu 1400 Kilometer Grenze müssten mit einer Mauer gesichert werden. Auf der restlichen Strecke würden natürliche Barrieren den Zweck erfüllen. "Wir haben Berge. Und wir haben Flüsse, die brutal und böse sind", sagte Trump auf dem Flug nach Paris.

Auch zur Beschaffenheit der Mauer äußerte sich Trump: Es sei wichtig, dass die Mauer durchsichtig sei, damit Grenzbeamte auf die andere Seite blicken könnten. So sei es ihnen möglich zu reagieren, wenn mexikanische Kriminelle 30 Kilogramm schwere Säcke mit Drogen über die Mauer werfen. "So verrückt das klingt", fügte er hinzu. "Wenn dich die Dinger am Kopf treffen, dann ist es vorbei."

1/23

USA - Mexiko: Reise entlang beider Seiten der Grenzlinie

Grenze USA Mexiko: Zaun bei Dunes

3144 Kilometer lang ist die Grenze zwischen Mexiko und den USA. Weite Teile sind bereits mit einem Grenzzaun, hier bei Nogales/Arizona, gesichert. "Borderproject2017" ist eine Initiative der Nachrichtenagentur AFP. Die Fotografen Jim Watson, Guillermo Arias und Yuri Cortez reisten auf beiden Seiten des Zauns vom Pazifik bis nach Texas. (Foto: Jim Watson) | Bildquelle: AFP

1,4 Milliarden Euro Anzahlung

Trump hielt auch an seinem Vorschlag fest, die Mauer könnte mit Solarzellen ausgestattet werden, um Energie zu erzeugen. Dies habe er nicht als Witz gemeint. Fachleute hatten schon länger erklärt, dass ein Zaun an vielen Stellen die bessere Lösung sei. Derzeit sind rund 965 Kilometer der amerikanisch-mexikanischen Grenze mit Zäunen oder Mauern geschützt.

Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus wollen für den geplanten Mauerbau an der Grenze zu Mexiko 1,4 Milliarden Euro als erste Anzahlung zur Verfügung stellen. Das Geld wurde in einem Finanzplan berücksichtigt: Während Demokraten den Mauerbau komplett ablehnen, hatten konservative Republikaner mit einem Veto für neue Haushaltspläne - und damit einem Regierungsstillstand - gedroht, falls erste Ausgaben für die Grenzmauer nicht genehmigt würden.

Darstellung: