US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un | Bildquelle: AFP

Treffen zwischen Trump und Kim Selbst die Optimisten warnen

Stand: 09.03.2018 18:47 Uhr

In den USA sind viele Beobachter überrascht, dass Präsident Trump Nordkoreas Einladung so spontan angenommen hat. Selbst die Optimisten warnen vor der Unberechenbarkeit beider Staatschefs.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Raketenmann, Wahnsinniger, dementer Greis - US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben sich mit Worten kräftig bekriegt und beschimpft. Nun erfolgte die Kehrtwende.

Ein Treffen werde geplant, twitterte der US-Präsident. In den USA sind viele Beobachter erstaunt und überrascht, dass Trump die Gesprächseinladung so spontan angenommen hat. Sie versuchen sich ihren Reim zu machen.

Stefan Niemann, ARD Washington, mit einer Einschätzung zum Treffen von Trump und Kim
nachtmagazin 01:05 Uhr, 10.03.2018

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"Es ist unorthodox und ohne Beispiel"

Der ehemalige amerikanische UN-Botschafter Bill Richardson sagte dem US-Fernsehsender CNN: "Es ist unorthodox und ohne Beispiel. Ich bin ein Optimist. Sowas ist noch nie passiert." Die USA würden die "absolute Denuklearisierung" nicht erreichen, so Richardson. "Da muss Trump die Erwartungen mäßigen. Ich bin gegen 95 Prozent der Außenpolitik von Trump, aber hier unterstütze ich ihn."

Es wird ein diplomatischer Balanceakt und selbst die Optimisten warnen, Trump und Kim Jong Un seien unberechenbar. Bis Mai könne noch viel passieren.

Die Vorbereitungszeit für ein solches Treffen ist denkbar knapp. Der ehemalige NATO-Botschafter Nicholas Burns erklärte dem Sender CBS, wo die Probleme für die USA liegen. Es sei "eine sehr ernste Sache", sagte er. "Das Außenministerium wurde demontiert. Wir haben keinen Botschafter in Südkorea. Der größte Nordkorea-Experte hat letzte Woche gerade aufgehört", so Burns. "Wir haben nicht die Expertise dort, die wir normalerweise haben, weil Trump das Außenministerium im Stich gelassen hat."

Eine entfernte Fantasie

Diplomatie sei immer die bessere Option, sagen viele Experten in den USA. Kriegsdrohungen, verbale Scharmützel darüber, wer den größeren "roten Knopf" für dem Abschuss von Atomraketen hat - all das sollte zumindest für die nächsten Wochen vom Tisch sein.

Eine dauerhafte Abrüstung halten viele für eine entfernte Fantasie. Und manche kritisieren, dass Trump mit seiner schnellen Zusage jegliches Druckmittel, jede Verhandlungsmasse aufgegeben habe. Ein Scheitern könne die Menschen in den USA wieder dazu bringen, ein militärisches Vorgehen gegen eine mögliche Bedrohung durch eine Atombombe in Betracht zu ziehen, warnte Burns. "Das ist das Risiko bei der Sache."

Trump und Kim wollen sich persönlich treffen
tagesthemen 21:45 Uhr, 09.03.2018, Verena Bünten, ARD Washington

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Mit langjähriger Strategie gebrochen

Trump hat mit seiner Gesprächszusage mit der langjährigen US-Strategie gebrochen. In den vergangenen Jahrzehnten hatten Präsidenten Vorbedingungen für derartige Gespräche gemacht. Deshalb sind sie nie zustande gekommen.

"Jedem sollte klar sein, dass dieser Akt der dramatischen Diplomatie zwischen zwei ungewöhnlichen Anführern, die das Drama lieben, uns auch näher an einen Krieg bringen könnte", sagte der ehemalige Kandidat als Trumps Botschafter für Südkorea, Victor Cha, der New York Times. "Wenn die Gespräche auf Gipfelebene scheitern, haben wir keine anderen diplomatischen Optionen mehr."

Besorgt und hoffnungsvoll zugleich

"Ich bin besorgt und hoffnungsvoll zugleich", sagte Ex-Botschafter Richardson. Er fasste damit die Eindrücke vieler Beobachter zusammen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte in einer Stellungnahme, dass sich die Politik der USA nicht ändere. Der Druck und die Sanktionen würden aufrecht erhalten bleiben.

Wie auch immer es ausgeht, was gerade passiert, ist historisch.

Trump will sich mit Kim Jong Un treffen: US-Reaktionen
M. Buttler, ARD Washington
09.03.2018 18:15 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. März 2018 um 18:30 Uhr.

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