Donald Trump junior | Bildquelle: dpa

Trump Jr. zu Russland-Kontakten "Es gab nichts zu berichten"

Stand: 12.07.2017 05:35 Uhr

Donald Trump Jr. hat sich erstmals persönlich zu seinem Treffen mit einer russischen Anwältin geäußert. Sein Vater lobte den Sohn für seine Offenheit. Doch Vizepräsident Pence geht bereits auf Distanz. Führende Politiker sprechen von kriminellem Verhalten.

Der Sohn von US-Präsident Donald Trump hat sein Treffen mit einer russischen Anwältin im Wahlkampf verteidigt. "Für mich war das eine Recherche über die Opposition", sagte Donald Trump Jr. dem Fernsehsender Fox News. Seinem Vater habe er nicht von dem Kontakt erzählt. "Nein, es war nichts, es gab nichts zu berichten", sagte Donald Trump Jr..

"20 vergeudete Minuten"

Die Begegnung mit der Anwältin Natalia Weselnizkaja seien "im wahrsten Sinne des Wortes nur 20 vergeudete Minuten" gewesen, sagte der Präsidentensohn dem rechtskonservativen Sender. Dies sei "ein Jammer", fügte er hinzu. Er räumte zugleich allerdings ein: "Im Rückblick hätte ich die Dinge wahrscheinlich etwas anders gemacht."

Trump Jr. verteidigt seine Russland-Kontakte
tagesschau 12:00 Uhr, 12.07.2017

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Trump Jr.: "I love it"

Trump Jr. hatte zuvor einen Mailwechsel mit dem Publizisten Rob Goldstone vom Juni 2016 veröffentlicht. Darin zeigt er sich erfreut über die Aussicht, von Russland belastendes Material über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton erhalten zu können. Dieses Material "wäre für Ihren Vater sehr nützlich", schrieb Goldstone laut den Dokumenten. Als Antwort schrieb Trump Jr.: "If it's what you say I love it" ("Wenn es das ist, was Sie sagen, dann liebe ich es"). Rechtsexperten zufolge könnten sich die mit der Russland-Affäre befassten Ermittler nun mit der Frage beschäftigen, ob Trump Jr. gegen amerikanische Wahlgesetze verstoßen hat. Einige Stimmen sprachen davon, die Grenze zum Landesverrat könnte erreicht sein. Der Präsident lobte über seine Sprecherin den Sohn dagegen für die Offenheit, mit der er seine E-Mail-Konversation publik gemacht hatte.

"Form der Konspiration"

Der Geheimdienstausschuss des Senats will Parlamentskreisen zufolge Trump Jr. als Zeugen befragen und von ihm die Herausgabe von Dokumenten fordern. Auch der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses strebt Befragungen an. "Die größte Gefahr für dieses Land ist meiner Meinung nach, dass die Russen kompromittierende Informationen besitzen", sagte der der Co-Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus Adam Schiff. Er bezeichnete das Verhalten von Donald Trump Jr. als "eine Form der Konspiration". Der demokratische Senator Richard Blumenthal sagte, das Verhalten des Trump-Sohnes zeige "eine Musterbeispiel von krimineller Absicht".

Donald Trump Jr. @DonaldJTrumpJr
Here is page 4 (which did not post due to space constraints). https://t.co/z1Xi4nr2gq

Vizepräsident Pence geht auf Distanz

Nach Bekanntwerden der E-Mails von Trump Jr. ließ Vizepräsident Mike Pence über seinen Anwalt umgehend eine Erklärung veröffentlichen, in der er sich von der Angelegenheit distanziert. Pence habe von dem Treffen von Trump Jr. mit der Anwältin nichts gewusst und sei damals noch nicht im Trump-Team gewesen. Dies wurde in Washington als ein erstes Anzeichen für eine mögliche Absetzbewegung des Vizepräsidenten von Trump gewertet. Das Weiße Haus wies diese Vermutung zurück.

Trumps Sohn tief in Russland-Affäre verstrickt: Verena Bünten, ARD Washington, mit Informationen
Morgenmagazin, 12.07.2017

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Russische Anwältin bestreitet Kreml-Kontakt

Natalia Weselnizkaja, die Anwältin, mit der sich der 39-jährige Sohn Trumps am 9. Juni 2016 getroffen hat, bestritt, jemals für den Kreml gearbeitet zu haben. Vom Kreml hieß es, man kenne die Frau nicht. Trump Jr. hatte schon zuvor eingeräumt, dass ihm vor dem Treffen "hilfreiche Informationen" versprochen worden seien.

Anwältin Natalia Weselnizkaja | Bildquelle: AP
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Weselnizkaja sagte, sie sei zu dem Treffen mit Trump bestellt worden und sei nach Informationen über Clinton gefragt worden.

Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam sind derzeit ohnehin Gegenstand von Ermittlungen der Bundespolizei FBI und einer parlamentarischen Untersuchungskommission. Donald Trump Jr. hatte noch im März jegliche Treffen mit russischen Staatsbürgern im Zusammenhang mit dem Wahlkampf bestritten. Über sein Treffen mit Weselnizkaja informierte er in den vergangenen Tagen erst, als er mit entsprechenden Recherchen der "New York Times" konfrontiert wurde.

Donald Trump Jr. @DonaldJTrumpJr
Happy to work with the committee to pass on what I know. https://t.co/tL47NOoteM

Trump-Sohn verteidigt sich in Russland-Affäre, scharfe Kritik in Washington
M. Buttler, ARD Washington
12.07.2017 06:15 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 12. Juli 2017 die tagesschau um 05:30 Uhr und das ARD-Morgenmagazin um 05:38 Uhr.

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