Trump legt Amtseid ab | Bildquelle: dpa

Trump vereidigt "Nur Amerika zuerst"

Stand: 20.01.2017 21:38 Uhr

21 Salutschüsse und Beifall in Washington: Donald Trump ist als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden. Vor dem Kapitol in Washington legte er den Amtseid ab - und richtete sich mit einer kämpferischen Rede an das Volk, um dessen Wohl es jetzt zuallererst gehen solle.

Donald Trump bleibt im Angriffsmodus: Mit einer kämpferischen Ansprache hat er sich direkt nach seiner Vereidigung an das amerikanische Volk gerichtet - und der politische Elite den Kampf angesagt. Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika versprach einen Bruch mit der US-Politik, wie er sie bisher empfunden hat: Zu lange habe eine kleine Gruppe in Washington die Geschicke des Landes gelenkt und im Wohlstand gelebt, während Jobs im Land verloren gingen. Das Washingtoner Establishment habe sich nur selbst geschützt und nicht die Menschen dieses Landes, sagte Trump.

Amtseinführung von Donald Trump in Washington D.C.
tagesthemen 21:20 Uhr , 20.01.2017, Sandra Ratzow, ARD Washington

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"Für viele Familien da draußen gab es nur wenig zu feiern - das wird sich jetzt alles ändern. Genau hier, genau jetzt", rief er den Zehntausenden Menschen zu, die sich auf der National Mall in der US-Hauptstadt Washington versammelt hatten. "Dieser Moment gehört Euch. Das ist Euer Tag, das ist Eure Feier. Und das ist Euer Land. Wir übertragen die Macht von Washington zurück an Euch - das Volk."

"Wir müssen unsere Grenzen schützen"

"Ab diesem Tag gibt es eine neue Vision für dieses Land", rief Trump seinen Anhängern zu. Ab heute gebe es nur eine Devise: "Nur Amerika zuerst", sagte Trump und knüpfte damit an seinen Wahlkampf an, in dem er mantraartig wiederholt hatte: "Wir werden Amerika wieder groß machen." Fortan gälten zwei Regeln, so Trump: "Kauft amerikanisch, stellt amerikanisch ein".

"Uns eint das rote Blut der Patrioten"

Er rief zu einem "neuen Nationalstolz" auf, der "die Spaltungen heilen" werde. In der von starkem Pathos geprägten Rede appellierte Trump mehrfach an den Patriotismus der Amerikaner. Ein neuer Nationalstolz werde die Wunden Amerikas heilen, sagte er. Wenn Amerika vereint sei, sei es nicht aufzuhalten. "Wir werden ungleich größer träumen". Niemand solle sich einreden lassen, dass das nicht zu schaffen sei. Amerika müsse seine Teilung überwinden. "Ob wir weiß oder schwarz sind, uns alle eint das rote Blut der Patrioten."

Mit einer gemeinsamen Anstrengung würden die USA wieder stark, wohlhabend, stolz und sicher werden, sagte Trump. Und er fügte hinzu: "Wir müssen unsere Grenzen schützen und uns davor schützen, dass uns andere die Arbeitsplätze wegnehmen." Zudem kündigte er ein hartes Vorgehen gegen den Terrorismus an: "Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird."

Ina Ruck, ARD Washington, zum Amtsantritt von Donald Trump
tagesschau 20:00 Uhr, 20.01.2017

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"Heute fängt alles an"

Trump hatte die Bühne vor dem Kapitol mit einem nach oben gerichteten Daumen betreten. Im Publikum nahmen der scheidende US-Präsident Barack Obama und sein Vizepräsident Joe Biden Platz. Auch die Familie von Trump war dabei. "Heute fängt alles an. Ich sehe Euch um 11.00 Uhr zur Vereidigung. Die Bewegung geht weiter - die Arbeit beginnt", hatte er am Morgen getwittert. Seit der Amtsübernahme twittert Trump nun als @POTUS - "President Trump". Berichten zufolge will er seinen persönlichen Account aber behalten.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
It all begins today! I will see you at 11:00 A.M. for the swearing-in. THE MOVEMENT CONTINUES - THE WORK BEGINS!

Rangeleien von Trump-Gegnern mit der Polizei

Neben zahlreichen Trump-Anhängern haben sich in Washington auch viele Gegner des neuen US-Präsidenten versammelt. Kurz vor der Vereidigung gab es erste gewaltsame Proteste. Mehrere Hundert schwarz gekleidete und vermummte Demonstranten zogen randalierend durch das Zentrum der US-Hauptstadt. Die Trump-Gegner warfen Steine und zerstörten Schaufensterscheiben. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Zwei Polizisten wurden laut Medienberichten verletzt ins Krankenhaus gebracht. 95 Menschen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt sind enorm: Große Teile der Innenstadt sind durch Beton- und Metallbarrikaden für den Autoverkehr abgesperrt. Rund 28.000 Sicherheitsbeamte sind im Einsatz. Hunderttausende Menschen sind in der Innenstadt unterwegs.

"Wir müssen uns wehren"

Viele Demokraten blieben der Amtseinführung demonstrativ fern. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders machte den Trump-Kritikern Mut. "Heute wird ein schwieriger Tag für Millionen von Amerikanern, auch für mich", sagte der Senator aus Vermont in einer auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft. Es sei jedoch die falsche Antwort, die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen. "Wir müssen uns wehren."

Sanders' demokratische Parteikollegin Hillary Clinton, die Trump bei der Wahl unterlegen war, nahm an der Zeremonie teil - aus Respekt vor der Demokratie und deren Werten, wie sie sagte. "Ich werde nie aufhören, an unser Land und seine Zukunft zu glauben", twitterte sie.

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Donald Trumps Weg ins Weiße Haus

Donald Trump mit seinen Eltern

Als viertes von fünf Kindern wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald John Trump, am 14. Juni 1946 in New York geboren. Mutter Mary Anne war schottischer Herkunft. Vater Fred C. Trump, dessen Familie aus dem pfälzischen Kallstadt stammt, wurde mit dem Bau von Mietskaserne in den New Yorker Stadtteilen Brooklyn, Queens und Staten Island zum Multimillionär. Seinen Sohn soll er - laut Biograf D'Antonio - mit Sätzen, wie "Du bist ein König" oder "Sei ein Killer" erzogen haben.

Empfang im Weißen Haus und ein Abschieds-Tweet

Wenige Stunden vor der Amtsübergabe hatten Noch-Präsident Obama und seine Frau Michelle die Trumps im Weißen Haus empfangen. Donald und Melania Trump kamen aus der Kirche St. John, wo sie den offiziellen Teil des Tages mit einer Messe begonnen hatten. Obama suchte ein letztes Mal das Oval Office auf, das symbolische Zentrum der Macht. Dort hinterlegte er einen Brief auf dem Schreibtisch. Es gehört zur Tradition, dass der scheidende US-Präsident eine Notiz für seinen Nachfolger hinterlässt.

In seinem letzten Tweet als US-Präsident hatte sich Obama zuvor noch einmal an die Öffentlichkeit gewendet: "Ich werde nicht aufhören. Ich bin an Eurer Seite als Bürger, inspiriert von Euren Stimmen der Wahrheit und Gerechtigkeit."

President Obama @POTUS
I'm still asking you to believe - not in my ability to bring about change, but in yours. I believe in change because I believe in you.

Nach der Zeremonie am Kapitol verabschiedete das neue Präsidentenpaar die Obamas. Der Ex-Präsident und seine Frau bestiegen einen Hubschrauber, der sie zum Militärflughafen Andrews brachte. Von dort starteten sie in den Urlaub nach Kalifornien.

Die Trumps verabschieden die Obamas. | Bildquelle: AP
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Für Trump beginnt nun der Arbeitsalltag. Die Obamas verabschiedeten sich in den Urlaub.

Trump hatte die Präsidentenwahl im November überraschend gegen Clinton gewonnen. Er profitierte dabei vom US-Wahlrecht, denn er erhielt zwar die Mehrheit der Wahlleute in den einzelnen Bundesstaaten, nicht aber die Mehrheit der landesweit insgesamt abgegeben Stimmen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. Januar 2017 um 18:50 Uhr.

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