Eine Frau, die gegen US-Präsident Trumps Einreiseverbot demonstriert, hält ein Schild hoch | Bildquelle: REUTERS

US-Regierung Trump will Flüchtlingsobergrenze von 45.000

Stand: 27.09.2017 22:24 Uhr

45.000 Flüchtlinge will US-Präsident Trump 2018 ins Land lassen - so wenige wie seit der Einführung eines Flüchtlingsgesetzes im Jahr 1980 nicht mehr. Sein Vorgänger Barack Obama hatte für 2017 noch eine Obergrenze von 110.000 festgelegt.

US-Präsident Donald Trump will im kommenden Jahr die Flüchtlingsobergrenze auf 45.000 festlegen - den niedrigsten Wert seit der Einführung eines Gesetzes zur Aufnahme von Flüchtlingen im Jahr 1980. Die Regierung legte dem Kongress einen entsprechenden Vorschlag vor. "Die Sicherheit unserer amerikanischen Bevölkerung ist unsere erste Sorge", sagte ein Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP zufolge. Es solle sichergestellt werden, dass nur solche Menschen ins Land kämen, die kein "Risiko für die Sicherheit unseres Landes darstellen"

Endgültig sei die Entscheidung erst, wenn Trump sie offiziell bekannt gebe. Dazu hat er bis Sonntag Zeit. In dem Vorschlag ist vorgesehen, maximal 19.000 Flüchtlinge aus Afrika, 5000 aus Ost-Asien, 2000 aus Europa und Zentralasien, 1500 aus Lateinamerika und der Karibik sowie 17.500 aus Nahost und Südasien aufzunehmen.

Bisher war die Höchstzahl für die Aufnahme von Flüchtlingen in den USA nie niedriger als 67.000. Für das Haushaltsjahr 2017, das am 30. September endet, hatte der ehemalige US-Präsident Barack Obama eine Obergrenze von 110.000 festgesetzt. Im laufenden Jahr haben die Vereinigten Staaten bislang rund 54.000 Flüchtlinge aufgenommen. 2016 waren es noch 85.000. Die deutliche Begrenzung der Flüchtlingszahlen entspringt der rigorosen Einreisepolitik Trumps, die der Präsident mit der Abwehr von Terrorgefahren begründet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. September 2017 um 23:00 Uhr.

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