Flüchtlinge auf der australischen Weihnachtsinsel

Vereinbarung mit Regierung Trump will Flüchtlinge von Australien

Stand: 30.01.2017 11:15 Uhr

Es ist eine Nachricht, die angesichts des kürzlich verhängten Einreiseverbots überrascht: US-Präsident Trump will Flüchtlinge aufnehmen, die von Australien in Lagern festgehalten werden. Trump würde damit ein Versprechen seines Vorgängers Obama einlösen.

US-Präsident Donald Trump hat zwar ein Einreiseverbot für Bürger aus mehreren muslimischen Staaten verhängt, er ist jedoch weiterhin bereit, Flüchtlinge aufzunehmen, die von Australien in Lagern im Pazifik festgehalten werden. Dies teilte der australische Premierminister Malcolm Turnbull nach einem Telefonat mit Trump mit. Der US-Präsident habe zugestimmt, ein entsprechendes Programm umzusetzen, das in den letzten Monaten der Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama gestartet wurde, so Turnbull.

Turnbull sagte allerdings nicht, wie viele Flüchtlinge von den USA aufgenommen werden könnten. Derzeit werden fast 1300 Asylbewerber von Australien in Camps in den Inselstaaten Nauru und Papua-Neuguinea festgehalten. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Muslime aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien.

Trumps Anordnung zur Einwanderung, wonach Staatsbürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern drei Monate lang nicht in die USA einreisen dürfen, wollte Turnbull nicht kommentieren. Es sei nicht sein Job, "einen Kommentar zur Innenpolitik anderer Länder" abzugeben, sagte er.

Australien verweigert seit 2013 die Aufnahme aller Flüchtlinge, die das Land per Boot zu erreichen versuchen. Das Land bezahlt Nauru und Papua-Neuguinea für deren Unterbringung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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