Schauspieler Johnny Depp in Glastonbury | Bildquelle: AP

Schauspieler in der Kritik Trumps Sohn fordert Johnny Depps Entlassung

Stand: 25.06.2017 07:11 Uhr

"Geschmackloser Witz" oder ein Kündigungsgrund? Nachdem Hollywood-Star Johnny Depp eine vermeintliche Drohung gegen US-Präsident Trump ausgesprochen hat, fordert nun Trumps Sohn den Disney-Konzern auf, den Schauspieler zu feuern.

Die vermeintliche Drohung von Hollywood-Star Johnny Depp an den US-Präsidenten sorgt für Ärger bei der Familie von Donald Trump. Dessen ältester Sohn Donald Trump jr. reagierte per Twitter auf einen Auftritt des Schauspielers und schrieb: "Ich würde glauben, es wird schwer für Disney, ihn zu halten." Danach verwies er auf den Hashtag "#FireDepp".

Donald Trump Jr. @DonaldJTrumpJr
I'd think it would be hard for @Disney to keep him, let's see: #FireDepp Goes VIRAL after 'Trump Assassination' Joke https://t.co/CXOzVl6r6t

Anspielung auf Anschlag von 1865?

Was war passiert? Auf einem Festival im englischen Glastonbury hatte Depp am Donnerstag gefragt: "Wann war das letzte Mal, dass ein Schauspieler einen Anschlag auf einen Präsidenten verübt hat?" Depps Frage spielte offenbar auf den Anschlag auf den ehemaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln durch den Schauspieler John Wilkes Booth im Jahr 1865 an. Mit Blick auf ein mögliches Nachspiel seines Kommentars hatte der Hollywood-Star hinzugefügt: "Das wird in die Presse kommen, und es wird furchtbar werden."

Tags darauf entschuldigte sich der Hollywood-Schauspieler für seinen "Witz". "Es kam nicht wie beabsichtigt rüber, und ich beabsichtigte keine Bosheit", sagte der 54-Jährige. Die Äußerung sei geschmacklos gewesen.

Spicer vermisst öffentliche Empörung

Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, beschwerte sich über die mangelnde öffentliche Empörung über Depps Äußerung und ähnliche Bemerkungen von Prominenten. Dies sei beunruhigend. Der Präsident habe deutlich gemacht, dass alle Formen von Gewalt verurteilt werden sollten.

In den vergangenen Monaten hatten bereits andere Stars der US-Entertainmentbranche mit provokativen Äußerungen über den US-Präsidenten für Eklats gesorgt: Popstar Madonna sagte bei der Großdemo in Washington am Tag nach Trumps Vereidigung im Januar, sie wolle "das Weiße Haus in die Luft jagen". Die Komikerin Kathy Griffin verlor später mehrere Aufträge, weil sie auf einem Video eine Maske hielt, die wie Trumps abgeschnittener Kopf aussah.

Über dieses Thema berichtete Brisant am 23. Juni 2017 um 17:15 Uhr.

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