US-Präsident Donald Trump bei einer PRessekonferenz | Bildquelle: REUTERS

Gewalt in Charlottesville Trump beschuldigt wieder beide Seiten

Stand: 16.08.2017 01:50 Uhr

Geplant war eigentlich ein Statement zu einem Infrastruktur-Thema, doch dann stellten Journalisten Fragen zur Gewalt in Charlottesville. Was folgte, war ein US-Präsident, dem der Kragen platzte. Aufgebracht fiel er in sein erstes Statement zur Gewalt "von vielen Seiten" zurück.

Zurück auf Konfrontationskurs: US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene erste Reaktion auf die Gewalt in Charlottesville verteidigt. Bei einer Pressekonferenz in New York präsentierte er sich kampflustig und bekräftigte seine Ansicht, dass Demonstranten auf beiden Seiten für die Ausschreitungen verantwortlich waren. "Nicht alle von diesen Menschen waren Neonazis, glauben Sie mir. Beim besten Willen waren nicht alle von ihnen Vertreter der Überzeugung einer weißen Vorherrschaft", erklärte er mit Blick auf eine Gruppe von Protestierenden.

Trumps Aussagen zu den Protesten in Charlottesville
nachtmagazin 00:25, 16.08.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Sichtlich aufgebracht machte er ebenfalls liberale Demonstranten für die Gewalt verantwortlich. "Es gab auf der einen Seite eine Gruppe, die schlimm war, und es gab auf der anderen Seite eine Gruppe, die ebenfalls sehr gewalttätig war", so Trump. Vor dem Hintergrund der "Alt Right", die als eine Art "Alternative Rechte" ein Sammelbecken für Ultrarechte und auch Neonazis ist, sagte Trump: "Was ist mit der 'Alt-Left', die die 'Alt Right', wie Sie es nennen, angegriffen haben? Gibt es da irgendeinen Anschein von Schuld?" Diese Geschichte habe zwei Seiten.

Zudem habe er sich mit einer Stellungnahme zu den Geschehnissen vom Wochenende Zeit lassen wollen. Diese nehme er sich, um zu überprüfen, was korrekt sei - anders als manche Medienvertreter, sagte der Präsident. Trump beschwerte sich darüber, dass die Medien erneut sehr unfair berichtet hätten, sowohl über ihn selbst als auch über die tatsächlichen Ereignisse. Die Medien seien "Fake" und nicht ehrlich.

Jan Philipp Burgard, ARD Washington, über die jüngsten Äußerungen Trumps
nachtmagazin 00:25, 16.08.2017

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Trumps verspätete Worte

Am Samstag war bei rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia eine 32-Jährige Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und getötet worden. 19 Menschen wurden verletzt. Vorher war es zu Zusammenstößen gekommen.

In seiner ersten Reaktion hatte Trump von "Gewalt von vielen Seiten" gesprochen. Er vermied es, Rassisten und Neonazis beim Namen zu nennen. Daraufhin bekam er erheblichen Druck und Kritik auch aus den Reihen der Republikaner. Erst am dritten Tag nach den Zwischenfällen hatte der Präsident sich im Weißen Haus öffentlich von Rassisten und dem Ku Klux Klan distanziert. US-Medien zufolge tat Trump das widerstrebend und nur unter großem Druck enger Berater.

Berater zieht sich zurück, Ku Klux Klan bedankt sich

David Duke @DrDavidDuke
Thank you President Trump for your honesty & courage to tell the truth about #Charlottesville & condemn the leftist terrorists in BLM/Antifa https://t.co/tTESdV4LP0

Für seine jüngsten Bemerkungen erntete Trump umgehend wieder Kritik auch aus eigenen Reihen. Aus Protest zog sich nun auch der Chef des größten Gewerkschaftsdachverbands aus einem der Beratergremien des Präsidenten zurück. "Wir können nicht dem Beirat eines Präsidenten angehören, der Intoleranz und heimischen Terrorismus toleriert", erklärte Richard Trumka von dem Verband AFL-CIO. Er warf Trump vor, mit seinen jüngsten Bemerkungen seine "aufgezwungene" Erklärung zu den Vorfällen vom Vortag zu widerrufen.

Dagegen bedankte sich der frühere Anführer des Ku Klux Klan, David Duke, per Twitter bei Trump dafür, dass er "den Mut habe, die Wahrheit über Charlottesville" zu sagen und "linke Terroristen" zu verurteilen.

Hitzige Pressekonferenz: Trump beharrt auf "Gewalt auf beiden Seiten"
Marc Hoffmann, ARD Washington
16.08.2017 06:48 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 16. August 2017 um 00:30 Uhr.

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