US-Musiker Tom Petty am 17.09. in San Diego | Bildquelle: dpa

Trauer um US-Musiker Rocklegende Tom Petty ist tot

Stand: 03.10.2017 06:41 Uhr

Der US-Musiker Tom Petty ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb der Frontman der Band "Tom Petty and the Heartbreakers" 66-jährig nach einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus in Los Angeles. Zu Pettys Hits zählen "American Girl" oder "Free Fallin'".

Ob mit den "Heartbreakers", gemeinsam mit anderen Superstars wie Bob Dylan, George Harrison, Ringo Starr und Roy Orbison oder solo - Tom Petty war Ausnahmemusiker und Rock'n'Roll-Legende. Songs wie "American Girl", "Free Fallin'", "Refugee" oder "I Won't Back Down" sind längst Klassiker.

Nun ist der Musiker gestorben. Der 66-Jährige habe einen Herzstillstand erlitten und sei in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben, erklärte seine Sprecherin Carla Sacks am späten Montagabend (Ortszeit). Seiner Familie zufolge hatte Petty am Sonntag in seinem Haus in Malibu einen Herzstillstand erlitten. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus.

Der zehnjährige Petty trifft Elvis

Pettys Karriere fing an, als der damals Zehnjährige aus Florida einem jungen Mann vorgestellt wurde - Elvis Presley. Faszinierend, geradezu spirituell sei Elvis mit seiner Entourage gewesen. Dann sah der junge Petty auch noch die Beatles im Fernsehen und sein Berufswunsch war klar.

Nach der Schule ging er noch kurz auf ein College, aber dann begann er, Bands zu gründen. Mit Tom Petty & the Heartbreakers feierte er ab den 1970er-Jahren Erfolge, erst in Europa, dann auch im Heimatland. In den 1980er-Jahren gehörten "Petty und die Heartbreakers" zu den festen Größen im amerikanischen Musikgeschäft und spielten mit Grateful Dead und anderen Rocklegenden zusammen. Später kamen die "Wilburys", dann eine eigene Radioshow. Petty rückte ab vom Rock und wechselte zum Pop : 1996 für "She's the One" mit Jennifer Aniston und Cameron Diaz sogar Filmmusik. Das letzte Album der Heartbreakers, "Hypnotic Eye", schaffte es 2014 auf Platz 1 der Charts in den USA.

Tom Petty im Juni 2016 in der Hall of Fame | Bildquelle: REUTERS
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Tom Petty im Juni 2016 in der Hall of Fame

Auf Jubiläumstour in den USA

Die Rock and Roll Hall of Fame, die Petty 2002 aufnahm, pries seine Musik als "dauerhaften, hart arbeitenden, einnehmenden und einfachen" Rock an.

Erst vor wenigen Tagen war die Band in Los Angeles aufgetreten, zum Abschluss einer großen Tour, mit der sie ihr 40. Jubiläum gefeiert hatten. Für November waren zwei Konzerte in New York angekündigt. Die Tour war als Abschiedstournee angekündigt gewesen. Diese Tour werde wohl die letzte große US-Tournee sein, hatte er kürzlich dem "Rolling Stone" gesagt. "Ich denke, es wird meine letzte Reise durchs Land sein. Wir sind ja alle weit über 60."

Falschmeldungen stiften Verwirrung

Vor der Bestätigung des Todes hatte es Verwirrungen um Falschmeldungen zum Tod Pettys gegeben. Der Sender CBS meldete gestern unter Berufung auf eine anonyme Polizeiquelle, der Rocksänger sei gestorben. Viele Medien übernahmen diese Information. Das Magazin "Rolling Stone" veröffentlichte bereits eine Nachruf auf Petty, in dem auch Sänger Bob Dylan zu Wort kam. Früheren Äußerungen der Tochter war aber zu entnehmen, dass der Musiker tatsächlich gesundheitliche Probleme hat. Seine Einlieferung in ein Krankenhaus hatte den Anstoß zu den Falschmeldungen gegeben.

US-Rocklegende Tom Petty verstorben
Nicole Markwald, ARD Los Angeles
03.10.2017 07:20 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. Oktober 2017 um 07:00 Uhr.

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