US-Außenminister Rex Tillerson | Bildquelle: REUTERS

Tillerson zu US-Klimapolitik "Eine hervorragende CO2-Bilanz"

Stand: 02.06.2017 21:24 Uhr

US-Außenminister Tillerson hat die Klima-Entscheidung seines Präsidenten relativiert. Er versicherte, dass sein Land weiterhin den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase verringern werde. Die bisherige Bilanz sei schließlich etwas, worauf man stolz sein könne.

Ungeachtet des Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klimaabkommen versicherte Außenminister Rex Tillerson, dass sein Land weiterhin den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase verringern wird. In seiner ersten Stellungnahme seit Trumps Entscheidung relativiert er damit den Schritt, der internationalen Klimavereinbarung den Rücken zu kehren. Bislang hatte er bei Trump dafür geworben, das Abkommen nicht aufzukündigen.

Eine "politische Entscheidung"

Nun spricht Tillerson davon, dass Trump eine "politische Entscheidung" getroffen habe. Er hoffe, die Menschen betrachteten sie im rechten Licht, denn die USA hätten eine "hervorragende Bilanz" bei der Eindämmung von Treibhausgasen. Darauf könne das Land stolz sein.

Der ehemalige Top-Manager des Ölkonzerns ExxonMobil verwies darauf, dass diese Kürzungen erfolgt seien, noch bevor das Abkommen von Paris in Kraft trat. Deshalb gehe er nicht davon aus, dass die Bemühungen in Zukunft zurückgefahren würden.

Trump hatte im Zuge des Ausstiegs aus dem Pariser Abkommens angekündigt, die finanziellen Mittel der Bundesregierung für Klimaforschung, für die stark mit Klimaschutz befasste Umweltagentur EPA und zahlreiche Forschungseinrichtungen drastisch zu senken. Es gibt darüber hinaus Pläne, staatliche Subventionen für Erneuerbare Energien zu stoppen.

Der Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, nannte die Entscheidung von Präsident Trump mutig. Man habe keinen Grund, sich zu entschuldigen. Pruitt warf den Europäern vor, den USA schaden zu wollen. Pruitt beharrte darauf, dass sich die Diskussion über den Ausstieg allein um die Frage gedreht habe, ob das Abkommen gut für die Vereinigten Staaten sei oder nicht. "Der Fokus lag darauf, ob wir durch Paris Nachteile erleiden. Und in der Tat war es so. Es hat uns einen wirtschaftlichen Nachteil gebracht", erklärte er.

"Rückschlag für die Führungsrolle der USA"

Trumps Entscheidung hatte in der US-Wirtschaft Kritik und Kopfschütteln ausgelöst. Selbst Unternehmen wie die Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil, die vermeintlich von Trumps Entscheidung profitieren könnten, bekräftigten ihre Unterstützung für das Pariser Klimaabkommen.

Chevron unterstütze das Abkommen, weil es der erste Schritt zu einem weltumspannenden Regelwerk sei, sagte eine Sprecherin. Ein Exxon-Sprecher sagte, das Paris-Abkommen sei vor allem mit Blick auf den steigenden Kohlendioxid-Ausstoß Chinas und Indiens "unerlässlich".

Der Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, nannte die Entscheidung einen "Rückschlag" für die Umwelt und die globale Führungsrolle der USA.

Viele Amerikaner stellen sich gegen Trumps Klimapolitik
tagesthemen 21:45 Uhr, 02.06.2017, Stefan Niemann, ARD Washington

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juni 2017 um 21:00 Uhr.

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