Ein nicht näher erkennbarer Tennisspieler spielt auf einem blauen Court. | Bildquelle: dpa

Berichte von BBC und BuzzFeed Tennis-Profis sollen Spiele manipuliert haben

Stand: 18.01.2016 08:31 Uhr

Mit Beginn der Australian Open erheben die BBC und BuzzFeed schwere Vorwürfe gegen 16 Profispieler aus der TOP50-Weltrangliste. Die Sportler sollen mit Blick auf Wetteinsätze Spiele gezielt manipuliert haben. Sogar in Wimbledon soll getrickst worden sein.

Knapp jeder dritte Tennisprofi aus den Top 50 der Weltrangliste soll in den vergangenen zehn Jahren illegale Spielabsprachen getroffen haben. Das berichteten die BBC und das US-Medium BuzzFeed mit Beginn der Australian Open in Melbourne. Die Informationen basieren auf geheimen Dokumenten, allerdings werden darin keine Namen genannt. Fest steht nur: Es sollen insgesamt 16 Tennisprofis in die Sache verwickelt sein.

Nach Informationen der BBC sind auch Partien in Wimbledon von den Manipulationen betroffen und unter den Beschuldigten sollen sogar Grand-Slam-Turnier-Sieger sein. Einige der beschuldigten Spieler sollen auch bei den diesjährigen Australian Open am Start sein.

ATP-Chef weist Vorwürfe zurück

Die International Tennis Federation (ITF) kündigte an, sich im Laufe des Tages zu den Vorwürfen zu äußern. In der Vergangenheit hatte es bereits immer mal wieder Berichte über vermeintliche Absprachen bei Tennisspielen gegeben. So wurde der ehemalige russische Profi Nikolai Dawydenko beschuldigt, in einigen Begegnungen absichtlich aufgegeben zu haben. Bei Wettanbietern waren hohe Einsätze auf eine Niederlage des Russen eingegangen.

BBC und BuzzFeed kritisieren, dass die Tennis-Verantwortlichen zu wenig gegen vermeintliche Wettmanipulationen getan hätten. Bislang wurden lediglich einige weniger prominente Profis bestraft. Diese Vorwürfe hat ATP-Chef Chris Kermode inzwischen zurückgewiesen. Es sei falsch, dass Spielmanipulationen verdrängt oder nicht untersucht worden seien.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. Januar 2016 um 09:30 Uhr.

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