Beobachtet von israelischen Polizisten beten Muslime am Löwentor in Jerusalem | Bildquelle: AP

Konflikt um Tempelberg Muslime setzen Boykott fort

Stand: 25.07.2017 11:53 Uhr

Die israelische Regierung hat den Einsatz von Metalldetektoren am Tempelberg beendet. Trotzdem will die muslimische Verwaltung der Gebetsstätten den Boykott fortsetzen - bis eine "Situation wie vor dem 14. Juli" wiederhergestellt ist.

Die Palästinenser wollen ihren Boykott des Tempelberges fortsetzen. Muslimische Repräsentanten in Jerusalem bekräftigten nach einer Dringlichkeitssitzung ihre Forderung, dass an der heiligen Stätte wieder eine Situation wie vor dem 14. Juli herrschen müsse. An diesem Tag hatten Palästinenser zwei israelische Polizisten getötet. Israel verschärfte daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen an der für Juden wie Muslimen heiligen Stätte: Metalldetektoren wurden aufgebaut und Überwachungskameras montiert.

Israel hat die umstrittenen Metalldetektoren an den Zugängen zum Tempelberg inzwischen wieder entfernt. Israelische Medien berichteten, auch neu angebrachte Überwachungskameras an Eingängen zum Tempelberg seien abmontiert worden. Stattdessen sollten künftig andere hochmoderne Überwachungsmethoden eingesetzt werden, teilte die Regierung mit. Vorausgegangen waren Proteste der Palästinenser sowie internationale Vermittlungsbemühungen.

Palästinenser boykottieren Tempelberg trotz entfernter Metall-Detektoren
tagesthemen 22:15 Uhr, 25.07.2017, Markus Rosch, ARD Tel Aviv

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Muslime lehnen jegliche Kontrollen ab

Die muslimischen Repräsentanten baten die für den Tempelberg zuständige Waqf-Behörde, über Fortschritte beim Abbau von Sicherheitsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Stätte zu berichten. Anschließend wolle man neu entscheiden, ob der Boykott beendet werden kann.

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Juden ist der Ort ebenfalls heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen, von denen der letzte im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde. Die Palästinenser lehnen jegliche Änderung des Status quo an der heiligen Stätte ab, das heißt, sie beharren auf einen freien Zugang zu ihren Gebetsstätten auf dem Tempelberg - ohne Kontrolle und Überwachung.

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Abbau der Metalldetektoren am Tempelberg

Tempelberg in Jerusalem
Tempelberg in Jerusalem

Der Eingang zum Tempelberg mit und ohne Metalldetektoren

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juli 2017 um 06:00 Uhr und 09 Uhr.

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