Rex Tillerson | Bildquelle: REUTERS

USA zum Giftgasangriff "Keine Zweifel - Assad ist verantwortlich"

Stand: 06.04.2017 01:16 Uhr

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien erhöht die US-Regierung den Druck auf Machthaber Assad und dessen Verbündeten Russland. US-Außenminister Tillerson forderte Moskau auf, die Unterstützung für Assad zu überdenken. Präsident Trump sprach eine deutliche Drohung aus.

US-Außenminister Rex Tillerson hat Russland dazu aufgerufen, die Unterstützung für Bashar al-Assad zu überdenken. Im UN-Sicherheitsrat blockierte Moskau eine Resolution, die den mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien verurteilt. Die USA hätten "keine Zweifel" daran, dass die syrische Regierung für die "schreckliche Attacke" verantwortlich sei, sagte er mit Blick auf einen Angriff in Syrien am Dienstag. Tillerson reist kommende Woche zu Gesprächen nach Moskau.

Syrische Regierung bestreitet Verantwortung für Giftgasangriff
tagesschau 14:00 Uhr, 06.04.2017, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump die syrische Regierung für den Angriff verantwortlich gemacht. "Für mich sind damit eine ganze Reihe von Linien überschritten worden", sagte Trump. Seine Einstellung zu Assad habe sich verändert, sagte Trump. Der Angriff auch auf Frauen und Kinder sei entsetzlich. Dieser "Affront gegen die Menschlichkeit durch das Assad-Regime kann nicht toleriert werden", sagte Trump.

Und die Konsequenzen?

Der US-Präsident ließ aber offen, ob und welche Konsequenzen nun folgen würden. Er deutete militärische Schritte an, sagte aber lediglich, es sei Teil seiner Politik, militärische Schritte im Vorfeld nicht zu verraten, sollte es sie denn geben. Trump sagte, die syrische Regierung werde ein Zeichen erhalten.

Der US-Präsident hat seit Amtsantritt in mehreren Bereichen große und fundamentale Pläne angekündigt, denen bis dato wenig folgte. Die Lage in Syrien ist sehr kompliziert, die Mittel der USA sind begrenzt. Washington kann kaum militärisch gegen Assad vorgehen, ohne sich damit unmittelbar gegen Moskau zu stellen, das die syrische Regierung unterstützt.

86 Menschen getötet

Auch die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, hatte angesichts einer Blockade im Weltsicherheitsrat einen Alleingang Washingtons gegen den syrischen Präsidenten angedeutet. Bei dem Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Kleinstadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib waren nach Angaben von Aktivisten am Dienstag mindestens 86 Menschen getötet worden, Dutzende weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zeigten sie typische Symptome, die bei Kontakt mit sogenannten Nervenkampfstoffen auftreten.

Linken-Politiker Jan van Aken, Auswärtiger Ausschuss, mit einer Einschätzung
Morgenmagazin, 06.04.2017

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Wieviel Wirkung hat die Arbeit der UN-Giftgasexperten?
G. Schwarte, ARD New York
06.04.2017 10:44 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die Tagesschau am 05. April 2017 um 21:00 Uhr.

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