Lastwagen des Internationale Komitees des Roten Kreuzes bringen humanitäre Hilfe in die syrische Stadt Duma. | Bildquelle: AFP

Hilfe für Ost-Ghouta Rotes Kreuz bringt Lebensmittel

Stand: 09.03.2018 16:11 Uhr

Dieses Mal hat die Hilfe die eingeschlossenen Menschen in Ost-Ghouta erreicht: Helfer entluden einen Konvoi mit Lebensmitteln. Doch auch beim zweiten Anlauf innerhalb einer Woche flogen Raketen.

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat ein Hilfskonvoi das umkämpfte syrische Rebellengebiet Ost-Ghouta erreicht. Die 13 Lastwagen seien in Duma entladen worden, teilte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes mit. Duma ist die größte Stadt der Region.

Der Konvoi hatte den Angaben zufolge Lebensmittelpakete und Mehlsäcke für 12.000 Menschen geladen. Es handelte sich demnach um Hilfsgüter, die am vergangenen Montag nicht abgeladen werden konnten. Diese erste Lieferung musste wegen der Kämpfe abgebrochen werden. Die Lastwagen steckten die Woche über an einem Grenzübergang fest.

Humanitäre Hilfe erreicht die syrische Stadt Duma in der Rebellenhochburg Ost-Ghouta. | Bildquelle: AFP
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Helfer entladen Säcke mit Lebensmitteln und Mehl für die notleidenden Menschen.

Erneut flogen Raketen

Auch heute sei der Hilfskonvoi von andauerndem Beschuss bedroht gewesen, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe mit. Trotz Sicherheitsbeteuerungen der Konfliktparteien sei die Gegend um Duma weiter mit Raketen beschossen worden. Wer dafür verantwortlich war, ist unklar.

"Wir rufen die Kriegsparteien zu einer sofortigen humanitären Pause auf", erklärte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes über Twitter. Kurz vor den Hilfslieferungen soll sich die Lage aber zumindest etwas beruhigt haben.

Lastwagen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz parken am 08.03.2018 an einem Checkpoint am Rande von Damaskus in Syrien. | Bildquelle: AFP
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Weil in Ost-Ghouta Raketen flogen, mussten die Lastwagen tagelang an einem Grenzübergang stehen bleiben.

In Ost-Ghouta sind schätzungsweise 400.000 Menschen eingeschlossen. Hilfsorganisationen bezeichnen die humanitäre Lage in der Region als dramatisch. Die syrischen Regierungstruppen waren in den vergangenen Tagen immer weiter auf in die Region vorgedrungen.

Seit Beginn der Offensive vor gut drei Wochen sind nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mehr als 1000 Menschen in dem Gebiet getötet worden. Eine vom UN-Sicherheitsrat geforderte Waffenruhe blieb ohne Wirkung.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. März 2018 um 16:00 Uhr.

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