Männer in eingestürztem Haus | Bildquelle: AFP

Syrien-Konferenz 9,7 Milliarden Dollar für Flüchtlinge

Stand: 05.04.2017 21:56 Uhr

9,7 Milliarden Dollar sollen für die Versorgung syrischer Flüchtlinge bereitgestellt werden. Das haben die Teilnehmerländer zum Ende der Syrien-Konferenz in Brüssel beschlossen.

Die Teilnehmer der internationalen Syrien-Geberkonferenz haben bis zum Jahr 2020 insgesamt 9,7 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern zugesagt, was etwa 9,1 Milliarden Euro entspricht. Bereits im laufenden Jahr sollen sechs Milliarden Dollar syrischen Geflüchteten zugute kommen. Das teilte EU-Kommissar Christos Stylianides zum Ende des Treffens von Vertretern aus rund 70 Staaten in Brüssel mit.

Dies sei "eine beeindruckende Zahl", die "greifbare Solidarität" zeige, sagte Stylianides. "Endgültiges Ziel" müsse es aber sein, "so schnell wie möglich eine politische Lösung" für den Konflikt zu erreichen.

Christos Stylianides | Bildquelle: dpa
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EU-Kommissar Christos Stylianides teilte zum Ende der Syrien-Konferenz mit, dass die Teilnehmerländer sechs Milliarden Dollar für Syrienflüchtlinge bereitstellen wollen.

Mehr als eine Milliarde Euro von Deutschland

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sagten laut Stylianides bei der Konferenz insgesamt 1,3 Milliarden Dollar für das laufende Jahr zu. Die EU bleibe damit der größte Geldgeber bei der Syrien-Hilfe, sagte der Nothilfe-Kommissar.

Erst am späteren Abend gab der EU-Rat bekannt, dass neben den sechs Milliarden Dollar für dieses Jahr für 2018 bis 2010 weitere 3,7 Milliarden Dollar zugesagt wurden. Es blieb aber unklar, ob alle versprochenen Gelder zusätzlich bereit gestellt werden oder teils aus vorangegangenen Zusagen stammen.

Deutschland sagte bei der Konferenz 1,169 Milliarden Euro für die kommenden beiden Jahre zu. Diese Gelder werden laut Außenminister Gabriel zusätzlich zu den bisherigen Hilfzusagen bereitgestellt. Das Geld soll den notleidenden Menschen in Syrien und den Flüchtlingen in den Nachbarländern zugutekommen.

Acht Milliarden Gesamtbedarf für 2017

Die UN beziffert den für 2017 benötigten Gesamtbedarf auf acht Milliarden Dollar. Sie hatte kritisiert, dass in diesem Jahr noch kaum Mittel aus bereits zugesagten Geldern geflossen sind und damit massive Engpässe bei der Versorgung von rund fünf Millionen Flüchtlingen in den Nachbarländern Syriens drohen. "Dies stellt die Stabilität und Sicherheit in der Region in Frage", warnten das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das Entwicklungsprogramm UNDP.

In Syrien herrscht seit rund sechs Jahren Krieg. Mehr als 400.000 Menschen sind nach UN-Schätzungen bislang getötet worden, Millionen sind auf der Flucht.

Hilfe für Syrien
tagesschau24 09:00 Uhr, 06.04.2017, Marcus Overmann, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. April 2017 um 20:00 Uhr.

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