UN-Vermittler de Mistura sieht bei den Syriengesprächen Grund zum Optimismus | Bildquelle: REUTERS

Syriengespräche in Genf UN sehen Grund für Optimismus

Stand: 15.03.2016 22:06 Uhr

Bei den Syriengesprächen in Genf hat es Fortschritte gegeben. Die Opposition ist zu direkten Gesprächen mit der Regierung bereit. Aus Sicht des UN-Vermittlers de Mistura hat sich die Situation zum Positiven verändert, auch durch den angekündigten Teilabzug Russlands.

Es gibt bei den Syriengesprächen Grund zum Optimismus, so die Einschätzung von UN-Vermittler Staffan de Mistura. Nach einem Treffen mit der Opposition sprach er von einer veränderten Atmosphäre. Der angekündigte Teilabzug Russlands wird als ein Hoffnungsschimmer gewertet.

Außerdem sprächen die USA und Russland miteinander und seien im UN-Sicherheitsrat vereint. "All das hat einen neuen Impuls gegeben", sagte de Mistura. Es gebe nun einen Mechanismus, den es zuvor nicht gegeben habe.

Norbert Röttgen, CDU, zum russischen Teilabzug
tagesthemen 22:15 Uhr, 15.03.2016

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Direkte Gespräche - Zeichen der Hoffnung?

Auch die syrische Opposition blickt mit neuem Optimismus auf die Verhandlungen. Sie kann sich direkte Gespräche mit der Regierung grundsätzlich vorstellen. "Wir sind bereit, in einer nächsten Etappe an direkten Verhandlungen mit dem Regime teilzunehmen, wie dies bei den Genf-II-Gesprächen der Fall war", sagte ein Sprecher des Hohen Verhandlungskomitees, Salem al-Meslet.

Bei den Genf-II-Verhandlungen hatten beide Delegationen an einem Tisch gesessen. Die Verhandlungen verliefen allerdings auch damals nur über einen Vermittler und waren nach mehreren Wochen ergebnislos beendet worden.

Friedensgespräche in Genf nach fünf Jahren Krieg in Syrien
tagesschau 20:00 Uhr, 15.03.2016, Daniel Hechler, ARD Genf

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Ziel: Fahrplan bis zum Sommer

Aktuell finden nur indirekte Gespräche statt. De Mistura redet abwechselnd mit den Delegationen von Regierung und Opposition. Die jetzige Verhandlungsrunde soll bis zum 24. März laufen, zwei weitere Gesprächsrunden sind geplant. Ziel ist, bis zum Sommer einen politischen Übergang in Syrien einzuleiten und im kommenden Jahr Neuwahlen abzuhalten.

Weitere Gespräche über die Zukunft Syriens soll es auch in Moskau geben. In der kommenden Woche will US-Außenminister John Kerry dort mit Russlands Präsident Wladimir Putin über den russischen Teilabzug und die Zukunft Syriens reden.

Genfer Syriengespräche - UN Vermittler de Mistura erkennt neue Dynamik
H.-J. Maurus, ARD Genf
15.03.2016 22:02 Uhr

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