Syrien Damaskus Deir al-Sor

Syrien Viele Tote und Verletzte durch Autobombe

Stand: 05.11.2017 13:32 Uhr

Bei einem Autobombenanschlag im Osten Syriens sind zahlreiche Menschen getötet worden. Nach Angaben von Aktivisten zündete die Terrormiliz "Islamischer Staat" die Bombe inmitten einer Flüchtlingsgruppe.

In der ostsyrischen Provinz Deir al-Sor sind zahlreiche Menschen durch eine Autobombe getötet worden. Das berichten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die staatliche Agentur Sana.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) habe die Bombe am Samstagabend inmitten einer Ansammlung von Flüchtlingen am Ostufer des Euphrat gezündet, sagte der Direktor der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Bei dem Angriff kamen den Angaben zufolge 75 Menschen ums Leben, 140 Menschen wurden demnach verletzt.

Vor den Kämpfen gegen den IS geflohen

Die Anschlagsopfer waren vor den Kämpfen in der ölreichen Provinz geflohen, wo die Dschihadisten sowohl von den syrischen Regierungstruppen als auch von dem von den USA unterstützten kurdisch-arabischen SDF-Bündnis bekämpft werden.

Erst am Donnerstag waren die letzten IS-Kämpfer aus der Provinzhauptstadt Deir al-Sor vertrieben worden, womit die Dschihadisten die letzte von ihnen kontrollierte Großstadt verloren. In anderen Gebieten der Provinz dauern die Kämpfe an.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. November 2017 um 04:52 Uhr und 10:00 Uhr sowie NDR Info um 11:00 Uhr.

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