Wellen treffen auf die Küste bei Wimereux | Bildquelle: AFP

Sturmtief Schäden in ganz Europa

Stand: 03.01.2018 15:57 Uhr

Auch in anderen Ländern Europas hat das Sturmtief gewütet. 200.000 Haushalte sind in Frankreich ohne Strom. Ein Mensch wurde dort von einem Baum erschlagen. In Amsterdam, Basel und Straßburg wurde der Flugverkehr zeitweise gestoppt.

Nicht nur Deutschland ist von dem heftigen Sturm betroffen: In Frankreich wurde ein Mensch getötet. Der Skifahrer sei auf einer Piste in Morillon in den französischen Alpen von einem Baum erschlagen worden, teilte die Polizei mit. Darüber hinaus seien nach einer vorläufigen Bilanz 15 Menschen durch den Sturm verletzt worden, vier von ihnen schwer, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes. Sie wurden zum Teil von umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Gegenständen getroffen.

In 200.000 Haushalten in Frankreich ist der Strom ausgefallen. Betroffen sei vor allem der Norden und Nordosten des Landes von der Normandie bis nach Lothringen, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. 2000 Mitarbeiter seien im Einsatz, um die Versorgung wieder herzustellen.

Sturm "Burglind" fegt über Europa
tagesschau 09:00 Uhr, 03.01.2018

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Flugverkehr an Airports Basel und Straßburg gestoppt

Wegen der starken Windböen ist der Luftverkehr an den Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Straßburg im Elsass eingestellt worden. Wann wieder Flugzeuge starten und landen können, war zunächst nicht absehbar. Der Eiffelturm in Paris wurde wegen Windböen von bis zu hundert Stundenkilometern geschlossen.

Auch im regionalen Zugverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Unter anderem wurde der Regionalverkehr im Elsass als Vorsichtsmaßnahme eingestellt, wie eine Sprecherin des Bahnkonzerns SNCF sagte. Die TGV-Fernzüge fuhren aber normal.

An der nordfranzösischen Küste wurden beim Sturm "Eleanor" nach Angaben des Wetterdienstes Météo-France Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometer pro Stunde gemessen. Im Landesinneren erreichte der Wind in Cambrai südlich von Lille sogar 147 Kilometer pro Stunde.

Im Ärmelkanal musste ein französischer Helikopter der Marine einen Skipper von seinem Segelboot retten. Ein Handelsschiff hatte einen Notruf des Seglers empfangen.

Behinderungen am Flughafen Amsterdam

In den Niederlanden musste der Luftverkehr am Flughafen Schiphol in Amsterdam zeitweise unterbrochen werden. 176 der 1200 Starts und Landungen wurden abgesagt. Viele Flüge waren verspätet. In den Küstengebieten fielen Züge aus. Zudem würden Deiche und Brücken für den Autoverkehr gesperrt. Wegen des erwarteten Hochwassers von mehr als drei Metern sollte auch das Sturmflutwehr an der Nordseeküste in der Provinz Zeeland geschlossen werden.

Im Schweizer Skigebiet Pizol im Kanton St. Gallen stürzten mehrere Bäume auf die Tragseile einer Bergbahn. Wie viele Menschen in den Gondeln festsitzen und ob es Verletzte gibt, ist noch unklar, teilte die Polizei mit. Helikopterflüge sind wegen des Sturmtiefs "Burglind" nicht möglich. Es würden nun Maßnahmen geprüft, wie die Wintersportler in Sicherheit gebracht werden könnten.

Wellen treffen den Leuchtturm Porthcawl in Wales. | Bildquelle: REUTERS
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Der Leuchtturm von Porthcawl in Wales muss gewaltigen Wellen trotzen, die der Sturm auftürmt.

Viele Haushalte in Großbritannien und Irland ohne Strom

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometer pro Stunde traf der Sturm auf Irland und Teile Großbritanniens Wie die BBC berichtete, wurde ein Mann in Wales verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Mehr als 12.000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend ohne Strom, während in Irland 27.000 Haushalte betroffen waren. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.

Über dieses Thema berichteten am 03. Januar 2018 tagesschau24 um 10:00 Uhr und NDR Info u.a. um 12:15 und 14:15 Uhr in den Nachrichten.

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