Abgesperrte Straßen in der Stockholmer Innenstadt | Bildquelle: AFP

Anschlag mit Lkw Stockholm in Schockstarre

Stand: 08.04.2017 02:34 Uhr

Vier Tote, zahlreiche Verletzte - das ist die Bilanz nach dem Anschlag von Stockholm. Die Polizei sucht weiter nach dem Täter, der den gestohlenen Lkw in eine Menschenmenge gesteuert hatte. In der Nacht soll es eine weitere Festnahme gegeben haben.

Die schwedische Polizei hat nach dem Anschlag in Stockholm einen Verdächtigen festgenommen, doch nach dem Täter des Lkw-Anschlags suchen die Beamten weiter. Der Festgenommene habe sich in einem Laden auffällig verhalten, teilten die Ermittler bei einer Pressekonferenz mit. Deshalb sei eine Polizeistreife auf ihn aufmerksam geworden und habe ihn festgenommen.

Berichte der Zeitung "Aftonbladet", wonach der Festgenommene ein Geständnis abgelegt habe, dementierte die Polizei. Seine Überprüfung habe ergeben, dass er nicht der Täter sei, teilten die Beamten auf einer Pressekonferenz mit.

Der Sender SVT berichtete in der Nacht unter Berufung auf Polizeikreise, dass ein zweiter Mann festgenommen worden sei. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt nicht vor. Die Polizei twitterte, frühestens am Morgen wieder neue Informationen bekannt geben zu wollen.

"Wir haben eine Arbeitshypothese, dass das hier eine Terrortat ist", hatte zuvor der Polizeisprecher auf einer Pressekonferenz gesagt. Auch der schwedische Premierminister Stefan Löfven sprach von einer Terrortat. Alles deute darauf hin, sagte er bereits kurz nach der Tat. "Schweden ist angegriffen worden". Die Nation stehe nun zusammen, sagte er vor der Presse.

Details zum Anschlag in Stockholm
nachtmagazin 01:30 Uhr, 08.04.2017, Tilmann Bünz, ARD Stockholm

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Angriff am Nachmittag

Am Nachmittag war in der belebten Innenstadt ein Lkw in eine Menschenmenge gefahren und anschließend in einem Kaufhaus zum Stehen gekommen. Der Lieferwagen einer Brauerei war kurz zuvor gestohlen worden.

Bei dem Anschlag starben nach Polizeiangaben vier Menschen, mindestens 15 wurden verletzt. Die Polizei sperrte die gesamte Innenstadt ab und evakuierte den Hauptbahnhof.

Internationale Anteilnahme

Sowohl die Nachbarländer als auch die EU, UN und NATO reagierten bestürzt auf den Anschlag. Von einem "Anschlag auf uns alle" sprach EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und sicherte Schweden Solidarität zu. Der Anschlag habe sich gegen "unseren Lebensstil" gerichtet, fügte der EU-Kommissionspräsident hinzu. Seine Gedanken seien "bei dem schwedischen Volk".

Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte Verletzten, Angehörigen, Rettern und Polizisten ihr Mitgefühl. "Wir stehen zusammen gegen den Terror", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert im Kurznachrichtendienst Twitter.

Erinnerungen an Nizza und Berlin

Die Attacke weckt Erinnerungen an die Terroranschläge von Berlin und Nizza. Kurz vor Weihnachten 2016 hatte der 24-jährige Tunesier Anis Amri einen gekaperten Lastwagen in einen Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz gelenkt und zwölf Menschen getötet. Im Juli 2016 raste der 31 Jahre alte Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel mit einem Lkw auf dem Strandboulevard in Nizza in eine Menschenmenge. 86 Menschen starben. Die Terrormiliz IS reklamierte beide Anschläge für sich.

Über dieses Thema berichtete am 07. April 2017 die tagesschau um 20:00 Uhr und tagesthemen um 22:10 Uhr.

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