Zerstörung nach dem Unwetter in Sri Lanka | Bildquelle: REUTERS

Unwetter in Sri Lanka Kaum noch Hoffnung auf Überlebende

Stand: 28.05.2017 22:23 Uhr

Der Monsun hat in Sri Lanka zu den schwersten Überschwemmungen seit 14 Jahren geführt. Mindestens 150 Menschen kamen ums Leben. Das Wasser ist zwar etwas zurückgegangen, aber Hoffnung, noch Überlebende zu finden, gibt es kaum noch.

Nach dem Monsun-Unwetter ist das Hochwasser in Sri Lanka etwas zurückgegangen. Die Rettungskräfte nutzten die Wetterbesserung, um Tausende Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Eine halbe Million Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen und sind nun auf Hilfe angewiesen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 150. Noch immer werden mehr als 100 Menschen vermisst. Für sie besteht wenig Hoffnung. Dutzende Verletzte werden weiter in Krankenhäusern behandelt.

Sintflutartige Regenfälle hatten am Freitag im Westen und Süden Sri Lankas zahlreiche Erdrutsche und die schwersten Überschwemmungen seit 14 Jahren ausgelöst. Dabei wurden etwa 2000 Häuser beschädigt oder vollständig zerstört. Mehr als 100.000 Menschen sind nun obdachlos. Die Hilfsorganisation Save the Children warnte vor einem Ausbruch des Dengue-Fiebers, das von Mücken übertragen wird.

Überlebende in Sri Lanka wird gerettet. | Bildquelle: AFP
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Soldaten sind im Einsatz, um Menschen aus den überfluteten Gebieten in Sicherheit zu bringen.

Die Streitkräfte schickten Soldaten zum Katastropheneinsatz in die von Erdrutschen schwer getroffenen Gebiete und stellten Flugzeuge für Hilfsmissionen bereit. Soldaten räumten die Zugangsstraßen in die meisten betroffenen Gebiete. Andere waren allerdings immer noch nur per Boot zu erreichen. Im Verlauf des Sonntags und am Montag werden neue Regenfälle erwartet.

Viele Tote nach schweren Unwettern in Sri Lanka
28.05.2017

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Medikamente und Wasser

Ein erstes indisches Kriegsschiff mit medizinischen Hilfsgütern erreichte Colombo. Zwei weitere indische Hilfsschiffe sollten bis Montag eintreffen. Die Vereinten Nationen sagten die Lieferung von Wasser-Containern und Wasserreinigungstabletten zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Ärzteteams bei ihrem Einsatz in den Überschwemmungsgebieten unterstützen.

Die Monsunperiode in dem südasiatischen Land ist für Landwirtschaft und Stromerzeugung lebenswichtig. Sie sorgt aber zugleich immer wieder für Tod und Zerstörung. Im Mai 2003 kamen bei vergleichbaren Unwettern 250 Menschen ums Leben, 10.000 Wohnungen wurden zerstört. Im Mai vorigen Jahres starben mehr als 100 Menschen durch Überschwemmungen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. Mai 2017 um 13:00 Uhr.

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