Ein Fahrzeug der spanischen Guardia Civil vor dem Gerichtsgebäude in Barcelona, wo vier überlebende mutmaßliche Attentäter von Barcelona dem Richter vorgeführt wurden. | Bildquelle: AFP

Anschläge in Spanien Aufklären und aufarbeiten

Stand: 22.08.2017 14:20 Uhr

Der mutmaßliche Attentäter von Barcelona ist tot, jetzt geht es um die Aufarbeitung der Anschläge von vergangener Woche. Neben den Aussagen der vier überlebenden Verdächtigen beschäftigt die Ermittler vor allem eine Verbindung nach Paris.

Die vier überlebenden mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle von Ripoll sind in Madrid einem Richter vorgeführt worden. Dieser soll anhand der Aussagen der Männer entscheiden, ob die Beweise gegen sie ausreichen, um sie weiter in Untersuchungshaft zu halten. Die übrigen acht Mitglieder der Zelle sind tot. Als letzter wurde gestern der mutmaßliche 22-jährige Fahrer des Tatfahrzeugs von Barcelona, Yunes Abouyaaqoub, erschossen.

Nun konzentrieren sich die Ermittlungen vor allem auf die Aktivitäten der Zelle vor den Anschlägen von Barcelona und Cambrils vom vergangenen Donnerstag sowie mögliche Verbindungen der mutmaßlichen Islamisten ins Ausland. Auch wollen die Ermittler feststellen, wo sich Abouyaaqoub in den drei Tagen nach dem Anschlag aufhielt.

Der Ermittlungsstand nach den Terroranschlägen
tagesschau 16:00 Uhr, 22.08.2017, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Die Polizei tötete ihn in dem Ort Subirats gut 40 Kilometer von Barcelona. Spanischen Medienberichten zufolge vermutet die Polizei, dass er zu Fuß unterwegs gewesen sei. Er sei ungepflegt gewesen, schrieb die Zeitung "La Vanguardia". Abouyaaquoub habe die Kleidung gewechselt, aber keine Tasche, kein Telefon oder Bargeld bei sich gehabt.

Spanische Polizeikräfte in Subirats nach der Erschießung des mutmaßlichen Attentäters Younes A. | Bildquelle: REUTERS
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Die Polizei will herausfinden, wo sich Abouyaaquoubin an den drei Tagen nach dem Anschlag aufgehalten hat.

Die Behörden gehen davon aus, dass der 22-Jährige Hilfe auf der Flucht hatte und sucht weiter nach Unterstützern. "Es ist eindeutig, dass er in irgendeiner Form eine Logistik gehabt haben muss", sagte der Justizminister der katalanischen Regierung, Carlos Mundo, dem Catalunya Radio.

Tatfahrzeug von Cambrils in Frankreich geblitzt

Auch gab der französische Innenminister Gérard Collomb bekannt, dass der beim Anschlag in Cambrils benutzte Audi Tage vor der Gewalttat im Großraum Paris geblitzt worden war. Einzelheiten dazu, wann und wo genau das Auto von der Radarfalle erfasst worden war, nannte er nicht. Die Gruppe sei nach Paris gekommen, "aber es war eine schnelle Ankunft und Abreise", sagte er.

Zuvor hatte die französische Zeitung "Le Parisien" berichtet, das Fahrzeug sei am 12. August - weniger als eine Woche vor den Anschlägen - im südlich an Paris angrenzenden Département Essonne geblitzt worden. Im Auto befanden sich demnach vier Menschen.

Bei den Anschlägen in Barcelona und Cambrils waren vergangene Woche 15 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. August 2017 um 12:00 und 14:00 Uhr.

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