Rückschlag für SpaceX-Projekt Rakete bricht bei Landung auseinander

Stand: 18.01.2016 10:53 Uhr

Rund einen Monat nach der erfolgreichen Landung einer wiederverwendbaren Trägerrakete ist ein weiterer Versuch der Betreiberfirma SpaceX missglückt. Zwar gelang das Aussetzen eines Satelliten, bei der Landung brach die Rakete jedoch auseinander.

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei der Entwicklung wiederverwertbarer Trägerraketen erneut einen Fehlschlag erlitten. Die unbemannte "Falcon 9"-Rakete schickte zwar erfolgreich einen Satelliten ins All - doch bei der Landung auf einer Plattform im Pazifik brach die Rakete auseinander, wie SpaceX mitteilte.

"Die erste Stufe (der Rakete) ist auf der Plattform gelandet, aber es scheint, als sei die Landung brutal gewesen", erklärte das Unternehmen auf Twitter. "Nun, wenigstens waren die Teile diesmal größer", twitterte SpaceX-Chef Elon Musk.

Elon Musk @elonmusk
Well, at least the pieces were bigger this time! Won't be last RUD, but am optimistic about upcoming ship landing. https://t.co/w007TccANJ

Mission trotzdem erfüllt

Die Rakete war um 19.42 Uhr vom Vandenberg-Luftwaffenstützpunkt in Kalifornien aus ins All gestartet. 56 Minuten später setzte sie den von den USA und Frankreich entwickelten Satelliten "Jason-3" in der Erdumlaufbahn ab. Der Satellit soll unter anderem genauere Daten über den Anstieg der Meeresspiegel liefern.

NASA-Satellit"Jason-3" | Bildquelle: dpa
galerie

Der NASA-Satellit"Jason-3" soll Meeresoberflächen vermessen.

SpaceX strebt an, seine Trägerraketen mehrmals zu verwenden, um die Raumfahrt kostengünstiger und nachhaltiger zu machen. Bislang ist es so, dass die hunderte Millionen Dollar teuren Raketen auf dem Rückweg zur Erde zerbersten. Langfristig träumt Musk davon, Trägerraketen wie Flugzeuge zwischen Erde und All einsetzen zu können.

Vorige Landung erfolgreich

Im Dezember war es SpaceX gelungen, eine "Falcon 9"-Rakete unbeschadet auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen zu lassen. Aber Ziel der Firma ist es, dass die Raketen auf schwimmenden Plattformen im Meer landen. Diese Art von Landungen würden "für Hochgeschwindigkeitsmissionen benötigt", schrieb Musk auf Twitter. Dies sei aber wegen der kleinen Landefläche und der Bewegung der Plattform schwieriger als an Land.

SpaceX-Rakete explodiert bei missglückter Landung
18.01.2016, QUELLE: US-Raumfahrtunternehmen SpaceX

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Nicht der erste Rückschlag

SpaceX scheiterte nun bereits zum vierten Mal mit dem Versuch, eine Rakete unbeschadet auf See landen zu lassen. Dem Unternehmen zufolge lag die Bruchlandung nicht an hoher Geschwindigkeit oder rauer See, sondern an einem technischen Problem: Ein Bein der Rakete sei nicht verriegelt gewesen. Daher sei die Rakete nach der Landung umgekippt, erklärte Musk.

SpaceX-Trägerrakete bei Landung zerbrochen
tagesschau24 11:00 Uhr, 18.01.2016, Konstantin Sauer, ARD-aktuell

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