Saida Mousseh Mohammed Hassan und die Kadaver einiger ihrer Tiere.  | Bildquelle: dpa

Krise in Somalia Dürre - Hunger - Tod

Stand: 26.02.2017 11:56 Uhr

"Babys sterben, Tierkadaver säumen die Straßen", so beschreibt eine Sprecherin von "Save the Children Deutschland" die Situation in Somalia. Jeder zweite Mensch braucht in dem afrikanischen Land humanitäre Hilfe. Grund für die Situation ist eine anhaltende Dürre.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind am Horn von Afrika 15 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Betroffen sind Äthiopien, Dschibuti, Eritrea und Somalia. Die UN halten aber auch die Situation in Kenia und Uganda für besorgniserregend. Besonders drastisch ist die Lage laut Hilfsorganisationen wie "Save the Children" in Somalia.

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In diesen sechs ostafrikanischen Ländern ist die Situation nach UN-Angaben besonders besorgniserregend.

Es fehlen mehr als 800 Millionen

"Babys sterben, Tierkadaver säumen die Straßen. Verzweifelte Nomaden winken mit leeren Wasserkanistern", so beschreibt die Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit von "Save the Children Deutschland", Martina Dase, die Lage im Nordosten Somalias. Die Anzeichen für eine Hungersnot seien überdeutlich.

In dem Land am Horn von Afrika sind nach Angaben der UN 6,2 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung Somalias. Drei Millionen seien dringend auf Lebensmittel angewiesen, Zehntausende Menschen sind akut vom Hungertod bedroht.

Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass allein für die Hilfe für Somalia 814 Millionen Euro benötigt werden. Ohne Unterstützung, so befürchten die UN, könnten in diesem Jahr mehr als 940.000 Kinder an Mangelernährung leiden. Somalia war zuletzt 2011 von einer schweren Hungersnot betroffen. Mehr als 250.000 Menschen.

Ursachen: Dürre und Kämpfe

Hauptgrund für die jetzige Hungerkrise ist eine anhaltende Dürre. Sie wird dem Klimaphänomen El Niño zugeschrieben. In den vergangenen Jahren gab es in der Region mehrfach nur schwache Regenzeiten, teils blieben sie ganz aus. Als Folge stiegen die Preise für Lebensmittel, die sich die zumeist arme, ländliche Bevölkerung nicht mehr leisten kann. In Somalia kommt ein jahrzehntelanger Konflikt hinzu. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab kontrolliert Gebiete im Süden und Zentrum des Landes. Aufgrund der schwierigen Sicherheitslage können Helfer die notleidenden Menschen nicht erreichen.

Auch in Nigeria, Niger, Kamerun und Tschad herrscht eine Hungerkrise. Dort waren durch den gewaltsamen Konflikt mit der Terrorgruppe Boko Haram vielerorts die Bildungs- und Gesundheitssysteme zusammengebrochen. Weil die Landwirtschaft nicht mehr funktioniert, gibt es schwerwiegende Lebensmittelengpässe. Eine internationale Geberkonferenz in der norwegischen Hauptstdt Oslo hat für die zentralafrikanischen Länder Hilfen in Höhe von 634 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Katastrophe mit Ansage - Hunger in Somalia
tagesthemen 23:15 Uhr, 26.02.2017, Shafagh Laghai/ Holger Trzeczack, ARD Nairobi

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Februar 2017 um 13:15 Uhr.

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