Mitarbeiter des Secret Service laufen neben dem Fahrzeug von Trump her | Bildquelle: AFP

Trumps Sicherheitsdienst Laptop des Secret Service gestohlen

Stand: 18.03.2017 05:14 Uhr

Pannen bei Trumps Sicherheitsdienst: Einem Mitarbeiter des Secret Service wurde ein Dienstlaptop gestohlen, auf dem laut Medienberichten Grundrisse und Evakuierungspläne des Trump Towers gespeichert waren. Zudem konnte vergangene Woche ein Mann unbemerkt bis zum Weißen Haus vordringen.

Dem für die Sicherheit von US-Präsident Donald Trump zuständigen Secret Service ist ein Laptop gestohlen worden. Der Sicherheitsdienst erklärte, ein Mitarbeiter sei Opfer "einer kriminellen Handlung" geworden, ein Laptop des Dienstes sei entwendet worden.

Der Secret Service machte keine Angaben zu den Daten, die sich auf dem Computer befinden. Er beschwichtigte aber: "Die Laptops des Secret Service haben ein vielschichtiges Sicherheitssystem, sind komplett verschlüsselt und es dürfen keine geheimen Informationen darauf gespeichert sein." Der Fall werde untersucht.

Der Sender CNN berichtete, auf dem Laptop seien Pläne vom Trump Tower und auch Angaben zu Evakuierungseinsätzen für den New Yorker Wolkenkratzer zu finden. Trump residierte dort bis zu seiner Vereidigung am 20. Januar. Seine Frau Melania und sein Sohn Barron wohnen weiterhin im Trump Tower.

Auch Informationen zur E-Mail-Affäre gespeichert?

Nach Informationen des Senders ABC befinden sich auf dem Laptop auch Informationen zur E-Mail-Affäre der unterlegenen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Während des Wahlkampfes hatte Trump seine Rivalin Clinton wegen der Nutzung privater E-Mail-Server während ihrer Zeit als Außenministerin scharf angegriffen und eine Gefängnisstrafe gefordert. Der Secret Service erklärte, die von ihm verwendeten Computer seien gut gesichert. Auch dürften auf ihnen keine vertraulichen Daten gespeichert werden.

Eindringling am Weißen Haus

Zudem wurden - ebenfalls unangenehm für den Secret Service - Details zu einem Zwischenfall von vergangener Woche bekannt, als ein Eindringling über den Zaun des Weißen Hauses geklettert war. Der Mann habe sich in der Nacht zum 11. März mehr als 16 Minuten auf dem Außengelände des Präsidentensitzes aufgehalten, Trump sei zu der Zeit anwesend gewesen, teilte der Sicherheitsdienst mit.

Laut dem Nachrichtensender CNN ist der Festgenommene ein 26-Jähriger aus Kalifornien. Er habe nicht in das Gebäude eindringen können, aber an einer Tür gerüttelt. Nach Angaben der "Washington Post" trug er einen Rucksack mit zwei Tränengas-Kartuschen bei sich. Der Zeitung zufolge drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

Der Zaun um das Weiße Haus gilt als Schwachstelle bei den Sicherheitsmaßnahmen für den US-Präsidenten und soll demnächst verstärkt werden. Im September 2014 war es einem verwirrten Ex-Soldaten gelungen, mit einem Klappmesser bewaffnet ins Weiße Haus einzudringen. Er kletterte über den Sicherheitszaun des Weißen Hauses und wurde erst überwältigt, nachdem er durch eine Tür in den Nordflügel des Gebäudes gelangt war.

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