Was ist in Mailand passiert? "Sofort die Waffe gezogen"

Stand: 23.12.2016 12:01 Uhr

Gegen drei Uhr sei die Mailänder Polizei bei einer Routinekontrolle auf Amri gestoßen, berichtet Italien-Korrespondent Richard C. Schneider. Amri habe eine Waffe gezogen, einen Polizisten schwer verletzt und sei dann selbst getötet worden.

In der "Tagesschau" hat Richard C. Schneider, ARD-Korrespondent in Italien, zusammengefasst, was man über den Tod des mutmaßlichen Lastwagen-Attentäters von Berlin, Anis Amri, bislang weiß.

Demnach geriet Amri gegen drei Uhr heute Früh in Mailand zu Fuß in eine Polizeikontrolle. Nachdem die Beamten ihn laut Darstellung italienischer Medien nach dem Ausweis gefagt hätten, habe Amri eine Schusswaffe aus der Tasche gezogen "und sofort zu schießen begonnen", so Schneider. Ein Polizist sei dabei schwer verletzt worden - bevor die Sicherheitskräfte Amri schließlich erschossen hätten.

Warum sich der mutmaßlich Terrorist in Italien aufhielt, sei noch unklar, erklärte Schneider. Eine Rolle könnte spielen, dass es auch in Italien eine relativ große islamistische Szene gebe. "Womöglich hatte er Kontakte hierhin."

Laut Polizeiangaben reiste Amri mit dem Zug nach Italien. Laut dem Mailänder Anti-Terror-Chef Alberto Nobili gelangte er über Frankreich nach Turin. Von hier sei er schließlich weitergefahren nach Mailand. Dort sei er gegen 1 Uhr am Freitagmorgen angekommen - bevor er wenige Stunden später erschossen wurde..

Der gebürtige Tunesier Amri hatte jahrelang in Italien gelebt - zeitweise war er dort sogar in Haft.

Richard C. Schneider, ARD Rom, zu den Ereignissen in Mailand
tagesschau 11:10 Uhr, 23.12.2016

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Dezember 2016 um 11:10 Uhr.

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