Flagge von Saudi Arabien | Bildquelle: picture alliance / PIXSELL

25 Jahre nach Kuwait-Invasion Saudi-Arabien öffnet wieder Botschaft im Irak

Stand: 14.01.2016 16:05 Uhr

25 Jahre lang hatte Saudi-Arabien keine diplomatische Vertretung im Irak. Sie war als Reaktion auf die von Präsident Hussein angeordnete Kuwait-Invasion geschlossen worden. Nun ist die Botschaft in Bagdad wieder eröffnet worden.

Saudi-Arabien hat 25 Jahre nach der Schließung seiner Botschaft jetzt wieder offiziell eine diplomatische Vertretung im Irak. Iraks Außenminister Ibrahim al-Dschaafari und der saudi-arabische Botschafter Thamir al-Sabhan betonten bei der Eröffnung die Notwendigkeit, die Beziehungen beider Länder in allen Facetten zu stärken.

Das Land hatte seine Botschaft in Bagdad 1990 als Reaktion auf die vom damaligen irakischen Diktator Sadam Hussein angeordnete Invasion in Kuwait geschlossen. Kuwait ist ein Verbündeter von Saudi-Arabien.

Irak in heikler Lage

Der Irak befindet sich diplomatisch in einer delikaten Lage, denn die schiitisch geführte Regierung in Bagdad stützt sich auf den Iran, um gegen den "Islamischen Staat" vorzugehen. Gleichzeitig ist sie aber auch bemüht, die Kontakte zum ölreichen Saudi-Arabien zu normalisieren. Der schiitisch geprägte Iran und das sunnitische Königreich konkurrieren in der Region um die Vorherrschaft.

Die Hinrichtung eines prominenten schiitischen Geistlichen vor kurzem in Saudi-Arabien hat das Verhältnis der beiden aufs Äußerste angespannt.

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