Russische SU-34-Bomber heben am syrischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim ab  | Bildquelle: dpa

Luftangriff in Syrien Russland verkündet Großschlag gegen IS

Stand: 21.08.2017 09:47 Uhr

Der russischen Luftwaffe ist nach eigenen Angaben in Syrien ein Großschlag gegen die IS-Terrormiliz gelungen: Im Osten des Landes seien mehr als 200 Kämpfer bei einem Luftschlag getötet worden. Auch im Irak steht der IS stark unter Druck.

Die russische Luftwaffe hat einen großen IS-Konvoi in Syrien angegriffen und dabei mehr als 200 Kämpfer getötet. Das berichten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Demnach war die Kolonne aus mehr als 20 Fahrzeugen und Panzern in Richtung der Provinz Deir ez-Zor im Osten des Landes unterwegs.

Die von syrischen Truppen und der russischen Luftwaffe aus den Provinzen Rakka und Homs verdrängte Terrormiliz konzentriere ihre Kräfte nun in dieser Region, teilt das Ministerium laut den Medien mit. "Die Zerschlagung des IS in der Region Deir ez-Zor wird eine strategische Niederlage für die internationale Terrorgruppierung in Syrien bedeuten", heißt es weiter.

Verluste auch im Irak

Auch im Irak steht der IS stark unter Druck. Die irakische Armee hatte gestern den Beginn einer lange erwarteten Bodenoffensive auf eine der letzten größeren IS-Bastionen im Norden des Landes verkündet. In der Stadt Tal Afar verschanzte Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" müssten "aufgeben oder sterben", sagte Ministerpräsident Haidar al-Abadi laut dem Nachrichtenkanal Al-Arabija in einer Fernsehansprache.

Die Stadt liegt rund 70 Kilometer westlich der früheren IS-Hochburg Mossul, die irakische Sicherheitskräfte Anfang Juli nach monatelangen Kämpfen vollständig eingenommen hatten. Die Extremisten hatten bei ihrem Vormarsch vor mehr als drei Jahren große Regionen im Norden und Westen des Iraks erobert. Nach zahlreichen Niederlagen kontrollieren sie dort nur noch einige Orte und Gebiete.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. August 2017 um 09:00 und 10:00 Uhr in den Nachrichten.

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