Teilabzug aus Syrien Russland bleibt

Stand: 15.03.2016 11:14 Uhr

Russland bleibt auch nach einem Teilabzug aus Syrien in dem Bürgerkriegsland präsent - militärisch, aber auch durch seinen Einfluss auf Präsident Assad. Russlands Präsident Putin habe mit seiner Entscheidung demonstriert, dass er international wieder eine größere Rolle spielen möchte, erklärt Golineh Atai.

Trotz des Teilabzugs russischer Truppen aus Syrien bleibt Russland in dem Land aktiv. "Die beiden russischen Stützpunkte in Syrien bleiben operativ bestehen", betonte ARD-Korrespondentin Golineh Atai auf tagesschau24. Putin selbst habe gestern erklärt, dass der Abzug die derzeitigen diplomatischen Bemühungen für Frieden unterstützen solle. In Genf wird seit Montag wieder über eine politische Lösung für Syrien verhandelt.

Golineh Atai, ARD Moskau, zum Teilabzug der russischen Truppen
tagesschau24 09:30 Uhr, 15.03.2016

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Insgesamt habe es Putin geschafft, sich mit seinem Engagement in Syrien als "global player" zu positionieren, sagt Atai: "Er hat sich aus der außenpolitischen, diplomatischen Isolation befreien können, in die ihn auch seine Ukraine-Politik geführt hat." Zudem habe er ein Exempel für eine Politik "der legitimen Einmischung" gegeben, also nur einzugreifen, wenn der legitime Machthaber zur Hilfe rufe.

Außerdem habe Putin Präsident Baschar al-Assad aus einer militärisch recht ausweglosen Situation im Sommer 2015 befreien können. Allerdings habe Russland es nicht geschafft, den "Islamischen Staat" zu besiegen, obwohl der Kampf gegen den Terror ein erklärtes Ziel Moskaus war.

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