In der türkischen Hauptstadt Ankara ist der russische Botschafter bei einem Attentat erschossen worden. | Bildquelle: AFP

Nach Attentat Festnahmen und Schüsse in Ankara

Stand: 20.12.2016 11:53 Uhr

Nach dem Mord am russischen Botschafter in Ankara hat es mehrere Festnahmen gegeben. Gleichzeitig fielen vor der dortigen US-Botschaft Schüsse. In Moskau sollen unterdessen die Syrien-Gespräche Russlands, der Türkei und des Irans beginnen.

Nach dem Mordanschlag auf den russischen Botschafter in Ankara ist dort ein Untersuchungsteam aus Moskau eingetroffen. Wie der Kreml mitteilte, wurden 18 Experten des Geheimdienstes, der Polizei und des Außenministeriums in die türkische Hauptstadt entsandt. Die Ermittler sollen mit türkischen Kollegen den Mord an dem russischen Diplomaten untersuchen und nach Drahtziehern fahnden. Dies hatten der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan telefonisch vereinbart, wie ein Kreml-Sprecher mitteilte.

Russischer Botschafter in Türkei erschossen
tagesthemen 21:15 Uhr, 19.12.2016, Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul

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Ein türkischer Polizist hatte Botschafter Andrej Karlow bei einer Ausstellungseröffnung erschossen. Das russische Außenministerium sprach von einem Terrorakt. Der Angreifer wurde von Spezialkräften der Polizei erschossen. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu sagte, bei dem Attentäter habe es sich um einen 22-jährigen Polizisten gehandelt. Er hatte sich Medienberichten zufolge mit Hilfe seines Polizeiausweises Zutritt zu der Ausstellung verschafft. Demnach löste seine Waffe bei der Sicherheitsschleuse Alarm aus, doch durfte er nach Vorzeigen seines Ausweises bewaffnet passieren.

Familienmitglieder festgenommen

Mittlerweile wurden türkischen Medienberichten zufolge mehrere Familienmitglieder des Attentäters in der Provinz Aydin im Westen der Türkei festgenommen. Darunter sollen die Mutter, der Vater, die jüngere Schwester und ein Onkel des Täters sein. Auch ein Polizist, der sich mit dem Attentäter die Wohnung in Ankara geteilt habe, sei festgenommen worden. Die türkische Regierung kündigte an, die Straße, in der die russische Botschaft liegt, solle dem getöteten Botschafter zu Ehren künftig dessen Namen tragen.

Währenddessen ist es in Ankara zu einem weiteren Vorfall gekommen: Ein Mann feuerte in der vergangenen Nacht vor dem Haupteingang der US-Botschaft in Ankara mehrere Schüsse ab. Wie die diplomatische Vertretung mitteilte, wurde niemand verletzt und der Verdächtige von der Polizei festgenommen. Alle diplomatischen Vertretungen der USA in der Türkei blieben am Dienstag für den normalen Verkehr geschlossen. Davon betroffen waren neben der Botschaft in Ankara auch die Konsulate in Istanbul und Adana.

Syrien-Gespräche in Moskau finden statt

Trotz des Anschlags sollen die Syrien-Verhandlungen heute in Moskau wie geplant stattfinden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Es gehe um den Beginn politischer Gespräche, "wobei wir keinerlei Rücksicht auf Terroristen zulassen dürfen", sagte er. Die Gespräche mit seinen Kollegen aus der Türkei und dem Iran sollten ein Zeichen gegen den internationalen Terror setzen. Es ist das erste Treffen in diesem Format. Bei dem Treffen solle es unter anderem um eine effektivere humanitäre Hilfe für die syrische Bevölkerung gehen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen in einer Extra-Ausgabe am 20. Dezember 2016 um 21:15 Uhr.

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