Luxushotel in Paris Millionenraub im Ritz

Stand: 11.01.2018 08:29 Uhr

Bei einem Raubüberfall auf das Pariser Luxushotel Ritz haben fünf Tatverdächtige Schmuck im Wert von rund vier Millionen Euro erbeutet. Sie schlugen Vitrinen ein, in denen Schmuck verschiedener Juweliere ausgestellt war. Die Polizei konnte drei Verdächtige bereits festnehmen.

Bewaffnete Räuber haben bei einem spektakulären Überfall im Pariser Luxushotel Ritz Schmuck im Wert von mehr als vier Millionen Euro erbeutet. Wie die Polizei mitteilte, schlugen die fünf vermummten Täter am frühen Mittwochabend mit Äxten Vitrinen ein, in denen Schmuckstücke verschiedener Juweliere ausgestellt waren. Die Polizei konnte drei der mutmaßlichen Täter festnehmen. Den beiden anderen gelang die Flucht. Die Polizei sprach von einer Beute im Wert von "mehreren Millionen Euro". Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf Justizkreise, dass der gestohlene Schmuck mehr als vier Millionen Euro wert sei.

Raubüberfall auf Pariser Luxushotel Ritz
tagesschau 06:00 Uhr, 11.01.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Streifenpolizisten schnappen Flüchtende

Das Ritz am eleganten Vendôme-Platz ist eines der bekanntesten Luxushotels der französischen Hauptstadt. Der Überfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 18.30 Uhr. "Wir haben einen lauten Krach gehört und viel Radau auf der Straße", sagte ein Hotelangestellter, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Wir wussten nicht, was passiert. Man sagte uns, es ist ein bewaffneter Überfall." Ein anderer Hotelangestellter sagte, er habe nach dem Überfall einen Motorroller schnell wegfahren sehen. Polizisten, die in dem Viertel auf Steife gingen, gelang es, drei der mutmaßlichen Täter festzunehmen.

Mehrere Straßen rund um das Ritz wurden abgeriegelt. Frankreichs Innenminister Gérard Collomb lobte die "Professionalität", mit der die Polizei reagiert habe. Die Pariser Staatsanwaltschaft eröffnete Ermittlungen wegen bandenmäßgen bewaffneten Diebstahls.

Das Hotel Ritz in Paris | Bildquelle: AFP
galerie

Polizisten untersuchen einen Nebeneingang des Luxushotels.

Häufige Diebstähle

Rund um den Vendôme-Platz befinden sich zahlreiche Luxusjuweliere. Die Boutiquen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von Überfällen. Nach einer Serie von fünf Überfällen in knapp sieben Monaten, die besonders brutal und riskant waren, wurden 2014 die Sicherheitsvorkehrungen in dem Viertel verstärkt. Dennoch gelang es im März 2016 zwei Tätern, den Juwelier Chopard am Place Vendôme auszurauben. Bewaffnet mit einer Pistole und einer Granate erbeuteten sie Schmuck im Wert von sechs Millionen Euro. In dem Fall wurden schließlich im vergangenen April drei Verdächtige festgenommen.

Im Mai 2017 überfielen drei Männer in der Rue de la Paix unweit des Platzes einen Juwelier und erbeuteten Schmuck im Wert von mehreren Millionen Euro. Eine besonders hohe Beute wurde im Oktober 2016 nicht bei einem Juwelier gemacht, sondern bei US-Fernsehstar Kim Kardashian. Fünf Männer überfielen sie in der französischen Hauptstadt und nahmen mehrere Gold- und Diamantenschmuckstücke sowie einen Ring mit. Die Beute hatte einen Gesamtwert von neun Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. Januar 2018 um 08:00 Uhr.

Darstellung: