Luftaufnahme des weltgrößten Atomkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa in der japanischen Präferktur Niigata | Bildquelle: dpa

Sechs Jahre nach Fukushima Erste Zulassung für Tepco-Reaktor seit 2011

Stand: 27.12.2017 07:34 Uhr

Japans Atomenergiebehörde hat zum ersten Mal seit der Reaktorkatastrophe im Jahr 2011 wieder Reaktoren vom selben Typ wie im Atomkraftwerk Fukushima zugelassen. Bevor sie ans Netz gehen, muss der Betreiber Tepco viele Auflagen erfüllen.

Von Kathrin Erdmann, ARD-Studio Tokio

Die beiden jetzt zugelassenen Leichtwasserreaktoren stehen in der Niigata Präfektur am Japanischen Meer. Aus Sicht der zuständigen Atombehörde hat der Betreiberkonzern Tepco, zu dem auch Fukushima gehört, alle erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllt. Das Atomkraftwerk gehört zu den größten weltweit, die Reaktoren sechs und sieben zu den jüngsten der Anlage.

Erste Zulassung für Tepco-Reaktor seit 2011

Hauptverwaltung von Tepco in Tokio
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Für Tepco ist es die erste Reaktorzulassung seit 2011.

Für den Energiekonzern Tepco ist es die erste Zulassung seit dem Reaktorunglück von Fukushima im Jahr 2011. Damals war es nach einem Erdbeben und einem Tsunami zu mehreren Kernschmelzen gekommen.

Ob und wann die beiden Reaktoren jedoch tatsächlich wieder ans Netz gehen können, ist fraglich. Der Gouverneur von Niigita macht seine Zustimmung davon abhängig, dass Tepco erst genau klärt, wie es zu dem Reaktorunglück in Fukushima kam.

Widerstand der lokalen Politiker

Auch der Bürgermeister der betroffenen Stadt Kashiwazaki leistet Widerstand. Die Reaktoren sechs und sieben dürften nur ans Netz, wenn alle anderen in dem Atomkraftwerk stillgelegt werden, hieß es in japanischen Medien.

Nach Fukushima hatte Japan zunächst alle Meiler vom Netz genommen, erst fünf sind wieder in Betrieb, zwölf haben eine Zulassung.

Erste Zulassung für Tepco-Reaktoren
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
27.12.2017 09:21 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. Dezember 2017 um 07:13 Uhr.

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